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Kommentar Sport: Kommentar: Ganz neue Perspektive

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<span></span> Foto: (FNP)

So kann sich die Perspektive ändern. Zu seinen Zeiten als Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Eintracht hat Heribert Bruchhagen immer wieder mal gegen das Geschäftsgebaren des Hamburger SV und dessen Abhängigkeit vom meinungsfreudigen Mäzen Kühne gewettert – ein besonderes Modell der Millionenvernichtung, das dem prinzipientreuen Studienrat schwer gegen den Strich ging. Dass Bruchhagen nun, da er selbst auf der Brücke des Hamburger Seelenverkäufers steht, verbindlichere Worte wählt, ist indes kein allzu großes Wunder: Ohne Kühne schließlich wäre der HSV wohl schon untergegangen, und ohne Kühne wird auch Bruchhagens Rettungsmission nicht leichter.

Auch in dieser Saison wankt der seit Jahren taumelnde Bundesliga-Dino wieder am Abgrund. Warum er es immer noch nicht geschafft hat, wenigstens einmal abzusteigen, weiß selbst an der Elbe kaum noch einer. In dem ausufernden Wahnsinn um den einst so stolzen Traditionsverein ist der grundsolide Bruchhagen vielleicht ja genau der richtige Mann, um den Hamburgern zu zeigen, wie ein ehrbarer hanseatischer Kaufmann arbeitet. Nicht mehr ausgeben als man eingenommen hat? Das war bei der Eintracht einer seiner Leitsprüche, und das wird auch beim HSV so sein, wo bislang großzügiger eingekauft worden ist. Damit Einnahmen und Ausgaben zu einander passen, hilft es freilich, wenn man einen Goldesel hat, mit dem man sich gut versteht. Auch wenn der gewiss manchmal nerven kann.

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