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Geldanlage: Kommentar: Illustre Börsenneulinge

Symbolbild Foto: Alexander Heinl (dpa-tmn) Symbolbild

Die Börse hat einen Blitzstart ins neue Jahr hingelegt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg wieder über die Marke von 13 000 Punkten und hat seit dem Jahreswechsel drei Prozent eingefahren.

Das Börsenklima ist hervorragend. Eine brummende Weltwirtschaft lässt die Herzen der Anleger höher schlagen und lässt auch das Vertrauen in weitere Kursgewinne wachsen. Das sind auch ideale Bedingungen für Börsenneulinge. Gleich mehrere „Dickschiffe“ sind am Start. Die Deutsche Bank wird ihre Vermögensverwaltung unter dem Namen der Fondsgesellschaft DWS aufs Parkett führen. Siemens wird sich von der Medizintechniksparte lösen und diese unter dem etwas sperrigen Namen „Healthineers“ an die Anleger verkaufen. Auch Thyssen-Krupp steht in den Startlöchern. Die mit dem indischen Stahlkonzern Tata vermählte Stahlsparte wird eigenständig.

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Da steht also eine Menge Industrie- und Finanzgeschichte auf dem Programm. Gerade Siemens hat in der Vergangenheit bewiesen, dass Ausgliederungen kein Nachteil sein müssen. Der Chipkonzern Infineon hat sich nach langer Durststrecke zur Erfolgsgeschichte gemausert. Auch beim Leuchtmittelhersteller Osram stehen die Zeichen auf Anstieg.

Natürlich werden die Unternehmen mit ihren illustren Namen auch um Privatanleger buhlen. Ob die aber unbedingt dabei sein müssen, wird immer wieder gern diskutiert. Generell gilt, dass der Börsengang meist nicht der günstigste Einstiegszeitpunkt ist. Das gilt in der aktuellen Börsensituation umso mehr. Rekordhohe Börsen wecken Begehrlichkeiten bei den Verkäufern und steigern die Bereitschaft der Käufer, mehr Geld für Wertpapiere auszugeben.

Die großen Konzerne verlassen sich derweil nicht nur auf diese für sie gute Konstellation. Siemens beispielsweise lotet die Bereitschaft großer Staatsfonds aus, bei Healthineers einzusteigen. Das ist auch für Kleinanleger eine gute Nachricht. Ein zuverlässiger Ankeraktionär ist meist an einem, jahrzehntelangen Engagement interessiert. Das bringt viel Ruhe – auch in turbulenten Zeiten.

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