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Investorgruppe Cerberus steigt bei Commerzbank ein: Kommentar: Kein gutes Händchen?

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Foto: Marius Becker Foto: Marius Becker

Für die Commerzbank ist es nicht die erste Erfahrung mit aktivistischen Aktionären: Einst hatte die Investorengruppe Cobra um Klaus Ehlerding, Klaus-Peter Schneidewind und Clemens Vedder zeitweise mehr als 17 Prozent der Aktien kontrolliert und die Bank im Jahr 2000 zu einer Fusion mit einem Konkurrenten drängen wollen. Daraus wurde nichts, die Gruppe zerfiel nach einer Intervention der Finanzaufsicht sang- und klanglos.

Cerberus wiederum hat mit seinen Investitionen in Deutschland bisher kein besonders gutes Händchen bewiesen, in der Finanzkrise waren die enttäuschten Geldgeber reihenweise abgesprungen: Chrysler, das man Daimler abnahm, ging pleite; die Bestände an Wohnungen und Einzelhandelsunternehmen sind längst wieder verkauft. Bei vielen Übernahmezielen kam Cerberus erst gar nicht zum Zuge.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Freuen können sich bisher die leidgeplagten Commerzbank-Aktionäre, hat sich der Kurs doch deutlich erholt. Doch was der US-Finanzinvestor bei der Bank vorhat, bleibt ein Rätsel: Die Kurschancen scheinen vorerst ausgereizt, ein beherrschender Einfluss ist mit dem Aktienpaket nicht verbunden. Dass der größte Aktionär, der Bund, seine Anteile an einen als derart aggressiv geltenden Investor verkauft, scheint ausgeschlossen; als Partner denkbar wäre eher eine andere europäische Großbank.

Die Commerzbank – im Bild die Zentrale in Frankfurt – hat einen neuen Großaktionär, den US-Finanzinvestor Cerberus.
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Die Bundesregierung begrüßte zwar den Einstieg des US-Investors, weil er positiv für den Aktienkurs sei: „Wir wollen für den Steuerzahler ein gutes wirtschaftliches Ergebnis erzielen“, sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums zum möglichen Ausstieg. Damit der Bund ohne Verluste aus dem Engagement herauskäme, müsste der Kurs aber noch weiter steigen; Finanzkreisen zufolge liegt die Schmerzgrenze von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei etwa 16 Euro. Dieses Kursziel scheint vorerst außer Reichweite zu liegen.

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