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Kommentar: Keine Bauernopfer, bitte!

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<span></span> Foto: Dieter Hintermeier

In der Leipziger Justizvollzugsanstalt (JVA) brachte sich in der Untersuchungshaft ein Mann um, der als mutmaßlicher Terrorist inhaftiert und verdächtig war, einen schweren Anschlag auf einem Berliner Flughafen begehen zu wollen. Soweit die Ausgangslage. Nach dem Selbstmord des Syrers werden jetzt die „Schuldigen“ für die Tragödie gesucht. Sächsische Politiker wollen nun die Schuld auf subtile Weise den Mitarbeitern des Vollzugsdienstes der JVA Leipzig aufbürden. Menschen, die am Ende der Hierarchie stehen – wie die Psychologin, die den Selbstmörder offenbar falsch einschätzte.

Diese „Bauernopfer“ sollten wir den wirklich Verantwortlichen nicht durchgehen lassen. Es mag vielleicht ein abgeschmacktes Sprichwort sein, dass der „Fisch vom Kopf her stinkt“, aber in sächsischen Ministeriumskreisen scheint der Spruch wohl zuzutreffen. Wer einen mutmaßlichen Terroristen nur mit Hilfe von dessen Landsleuten dingfest machen kann und im Anschluss dann noch nicht einmal in der Lage ist, den Selbstmord dieses Mannes zu verhindern, bei dem läuft ganz, ganz viel schief. Der Inhaftierte hätte den Staatsschutzorganen möglicherweise viele Erkenntnisse über die Strategien der Terrororganisation IS in Deutschland Europa liefern können. Damit ist es jetzt vorbei.

Dafür hat der Dilettantismus der oberen Chargen in den sächsischen Behörden gesorgt. Leider. Berichte Seiten 1 und 2

politik@fnp.de

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