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Kommentar: Landesticket, teuer, aber sinnvoll

Ein übergroßes "LandesTicket Hessen" lehnt am 09.08.2017 in Wiesbaden (Hessen) im Landtag auf dem Boden an einem hessischen Wappen vor Beginn einer Pressekonferenz, auf der der hessische Innenminister Beuth (CDU) und die Verkehrsverbünde das Ticket vorstellten. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Ein übergroßes "LandesTicket Hessen" lehnt am 09.08.2017 in Wiesbaden (Hessen) im Landtag auf dem Boden an einem hessischen Wappen vor Beginn einer Pressekonferenz, auf der der hessische Innenminister Beuth (CDU) und die Verkehrsverbünde das Ticket vorstellten.

Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen ist das übergeordnete Ziel der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen. Die Einführung des kostenlosen Landestickets ist dabei aus Sicht der Regierungsfraktionen ein wesentlicher Fortschritt.

Aus Sicht vieler Steuerzahler, die nicht beim Land beschäftigt sind und hohe Eigenbeiträge zu ihrem Jobticket leisten müssen, wenn sie überhaupt in den Genuss kommen, ist es allerdings ein weiteres Privileg für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, das Potenzial hat, Neidgefühle zu wecken. Ein Thema, das die Linkspartei gestern sogleich aufgegriffen hat und vergleichbar günstige Konditionen seitens der Verkehrsverbünde auch für private Arbeitgeber fordert – unabhängig von deren Größe. Damit sprechen die Linken vielen Pendlern aus der Seele.

Christiane Warnecke Bild-Zoom Foto: Salome Roessler
Christiane Warnecke

Für 51 Millionen Euro hätte das Land viele zusätzliche Lehrer, Richter oder Polizisten einstellen können. CDU und Grüne haben sich aber – mit Sicherheit auf Drängen der Grünen – für das Hessenticket als Großinvestition entschieden. Eine Schwerpunktsetzung, über die man streiten kann. Es gibt allerdings schlagkräftige Argumente, die dafür sprechen: Politiker suchen händeringend nach Wegen, um die Abgas-Emissionen in den Innenstädten zu reduzieren. Mehr Menschen zum Umstieg auf Busse und Bahnen zu bewegen, ist eine viel elegantere Lösung, als Fahrverbote zu verhängen oder Motoren aufwändig umzubauen. Und mit einer kostenlosen Fahrkarte in der Tasche ins teure Auto einzusteigen, dürfte doch so manchen Pendler ins Grübeln bringen. Als größter Arbeitgeber Hessens kann das Land zudem eine Vorbildfunktion entfalten, die andere Arbeitgeber motivieren könnte, nachzuziehen.

christiane.warnecke@fnp.de Berichte Seiten 1 und 7

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