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Kommentar: Märkte Renaissance Europas

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Spricht noch einer vom „kranken Mann“ Europa? Natürlich hängt Griechenland weiter am Tropf seiner Geldgeber. Italiens Banken sind alles andere als gesund. Und kaum ein Land baut seine Staatsschulden ab.

Trotzdem geht es aufwärts in der Europäischen Union. Die Region erlebt derzeit eine Renaissance und mit ihr der Euro. Vor kurzem hat das „Handelsblatt“ vorgerechnet, dass die Gewinne der 500 größten Unternehmen Europas im ersten Quartal dieses Jahres mehr als doppelt so stark gestiegen sind als die der 500 Top-Konzerne der USA. Auch in den kommenden Monaten wird sich daran wohl nur wenig ändern. Die großen Konzernchefs blicken optimistisch in die Zukunft und auf die laufenden Geschäfte.

Stefan Wolff Bild-Zoom
Stefan Wolff

Fast die Hälfte der 500 größten Konzerne ballt sich übrigens in Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Der Austritt Großbritanniens aus der EU dürfte also die Ranglisten gehörig durcheinander wirbeln, weil dann gut 90 Firmen nicht mehr in den Club gehören.

Der Euro hat die Signale vernommen und kräftig zugelegt. Seit Jahresbeginn ist die Gemeinschaftswährung um fast neun Prozent gegenüber dem eigentlich für dieses Jahr favorisierten US-Dollar gestiegen. Die Absage an die Nationalisten in den Niederlanden und vor allem der Sieg des Wirtschaftsfreundes Macron in Frankreich sorgten für den Stimmungswechsel. Jetzt kommt die gute Konjunkturlage dazu.

Auch wenn geschäftliche Interessen nicht immer auch die Interessen der breiten Bevölkerung spiegeln, sollten auch die Menschen in Europa von der guten Stimmung profitieren. Mehr Europa bringt allen mehr Freiheit, Wohlstand und eine Wertegemeinschaft, die für mehr steht als für sprudelnde Gewinne. Es wäre das richtige Signal zur richtigen Zeit.

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