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Eintracht Frankfurt: Kommentar: Noch einige schwierige Wochen für die Eintracht

"Das Problem: In der Bundesliga kommt man nicht mal einfach so aus dem Stand an", sagt unser Kommentarschreiber Roland Stipp.
Kevin-Prince Boateng (Eintracht Frankfurt), 2. v.li., hat soeben das Tor zum 0:1 erzielt. Foto: TEAM2 (imago sportfotodienst) Kevin-Prince Boateng (Eintracht Frankfurt), 2. v.li., hat soeben das Tor zum 0:1 erzielt.

Der erste Saisonsieg ist geschafft, das ist gut für Eintracht Frankfurt. Der spektakuläre Last-Minute-Neuzugang Kevin-Prince Boateng hat getroffen, das ist auch gut. Und die wieder einmal neu zusammengewürfelte Mannschaft hat sich als Einheit präsentiert und aufgerieben für den Erfolg in Mönchengladbach – das ist überragend. Der Neustart nach der Länderspielpause und der Niederlage im ersten Heimspiel gegen Wolfsburg ist komplett gelungen. Vier Punkte nach drei Spielen – darunter zwei auswärts – sind in Ordnung. Das Thema „Torschusspanik“ dürfte auch erst einmal zu den Akten gelegt sein.

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Und doch drängt sich die Vermutung auf, dass da noch einige schwierige Wochen zukommen werden auf das Team von Trainer Niko Kovac. Das Problem: In der Bundesliga kommt man nicht mal einfach so aus dem Stand an. Egal, wie erfahren ein Profi sein mag und wie gut er in Holland, Frankreich oder Italien gespielt hat: Die Bundesliga stellt andere Anforderungen, vermutlich höhere. Besonders, was die Athletik betrifft, ist der Wettbewerb hierzulande ganz sicher gewöhnungsbedürftig.

Selbst Jonathan de Guzman und Gelson Fernandes, weit gereiste Profis und sogar Nationalspieler, kamen beim 1:0 im Borussia-Park an ihre Grenzen. Für andere, etwa Stürmer Sebastien Haller, war die körperliche Belastung noch zu hoch. Und die in der Dreierkette aufgebotenen Simon Falette und Carlos Salcedo waren mit der Intensität und Vielschichtigkeit des Spiels phasenweise doch leicht überfordert – taktisch wie in Sachen Geschwindigkeit. Es wird bei dem einen oder anderen noch einen längeren Eingewöhnungsprozess brauchen, das steht fest.

Niko Kovac ist also gefordert. Und zwar nicht, indem er darauf beharrt, dass seine Spieler körperlich fit sind. Denn selbst wenn – wie Kovac betont – eine gute Grundlagenausdauer vorhanden ist: Seine Mannschaft geriet in Mönchengladbach in Not, weil am Ende nicht mehr alle mitmachen konnten. Und weil es so gut wie keine Entlastung mehr gab.

Im Grunde sollte sich der Trainer wohl von dem Gedanken an eine Dreierkette verabschieden, bis alle Spieler akklimatisiert sind, sich an Tempo und Dynamik der Bundesliga gewöhnt haben und sich besser verstehen.

Zumindest die Variante mit zwei Außenbahnspielern, die ständig vorne wie hinten gefordert sind, hat sich als untauglich erwiesen – trotz des Sieges, der Niko Kovac und seinem Team natürlich absolut gegönnt sei.

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