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Bayern München: Kommentar: Nur ein Spiel auf Zeit

Für Heynckes bedeutet die Rückholaktion zu Bayern München auch eine späte Bestätigung. Ein Kommentar von von Christian Heimrich.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß (l) bezeichnete seinen Freund Heynckes als „Vorbild an Einsatz, Willen und Menschlichkeit”. Foto: Marius Becker/Archiv Bayern-Präsident Uli Hoeneß (l) bezeichnete seinen Freund Heynckes als „Vorbild an Einsatz, Willen und Menschlichkeit”.

Jupp Heynckes ist in München eine Legende. Er hat mit den Bayern 2013 das Triple geholt. Mehr geht nicht im europäischen Club-Fußball. So etwas vergessen die Fans nicht, und deshalb wird Heynckes auch euphorisch wieder aufgenommen werden, wenn er sein Rentner-Dasein tatsächlich unterbricht.

Für Heynckes bedeutet die Rückholaktion auch eine späte Bestätigung. Damals, auf dem Gipfel des Erfolges, musste er Pep Guardiola weichen. Die Bayern wollten mit dem spanischen Welt-Trainer nicht nur erfolgreich bleiben, sondern auch mehr globalen Sex-Appeal verbreiten. Guardiolas Kleidungsstil war schnell Thema in den bunten Blättern, aber die Champions League gewann er nicht. An diesem Anspruch, der Teil der Bayern-DNA ist, scheiterte auch Carlo Ancelotti.

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Christian Heimrich

Es wäre konsequenter gewesen, sich angesichts der allgemeinen Unzufriedenheit schon nach der vergangenen Saison von dem Italiener zu trennen. Jetzt wollen die Bayern mit Zeitspiel zu deutscher Wertarbeit zurückkehren. Heynckes als Zwischenlösung, Julian Nagelsmann ab dem Sommer 2018, das ist wohl der große Plan.

Jupp Heynckes wird als großer Versöhner gefordert sein. Er muss die von Ancelotti brüskierten Stars aus dem Schmollwinkel holen. Und das gespannte Verhältnis zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß übertünchen.

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