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Türkei-Beitritt nicht in Sicht: Kommentar: Schluss, Aus, Ende

Das Ende der Beitrittsgespräche mit der Türkei muss nicht das Ende jeglicher Beziehungen bedeuten. Als Nachbarn sind beide Seiten auf die Hilfe des anderen angewiesen. Ein Kommentar von Mirjam Moll.
Der türkische Staatspräsident Erdogan. Der türkische Staatspräsident Erdogan.

Die Türkei ist weder jetzt noch in naher Zukunft bereit, der EU beizutreten. Doch die Mehrheit der Staats- und Regierungschefs, weigert sich, dies öffentlich anzuerkennen. Mit der Resolution des Parlaments aber wächst der Druck auf die Mitgliedstaaten.

Mirjam Moll Bild-Zoom
Mirjam Moll

Dennoch wird Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G 20-Gipfel versuchen, eine Brücke zu schlagen. Zu groß scheint die Gefahr, dass Ankara das Flüchtlingsabkommen stürzt, das der Gemeinschaft an dieser Außengrenze Europas hilft. Dabei muss das Ende der Beitrittsgespräche mit der Türkei nicht das Ende jeglicher Beziehungen bedeuten. Als Nachbarn sind beide Seiten auf die Hilfe des anderen angewiesen. Die Wirtschaft der Türkei hängt vom EU-Markt ab, Touristen aus Europa reisen an den Bosporus. Als Nato-Mitglied ist Ankara ein wichtiger Partner für viele EU-Mitgliedstaaten. Das Festhalten an Beitrittsverhandlungen entbehrt hingegen den Blick für die Realität.

Der Machtapparat, den sich Erdogan baut, hat nichts mehr mit den Grundsätzen einer Demokratie zu tun. Die EU sollte endlich Konsequenzen aus dem Wandel ziehen, den das Land seit dem Putschversuch 2016 durchgemacht hat. Alles andere ist eine Farce – und den Werten dieser Gemeinschaft nicht würdig.

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