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Kommentar: Sexuelle Gewalt - Jeder Einzelne ist gefragt

Von Es ist nicht das erste Mal, dass versucht wird, die gesellschaftliche Entwicklung über eine Veränderung des Strafrechts zu steuern. Diese Tendenz gibt es immer wieder.
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Es ist nicht das erste Mal, dass versucht wird, die gesellschaftliche Entwicklung über eine Veränderung des Strafrechts zu steuern. Diese Tendenz gibt es immer wieder. Trotz einer Änderung des Sexualstrafrechts ist die Tat in der Praxis weiterhin schwer zu beweisen und verlangt von den Opfern sehr viel ab. Der „Nein-heißt-Nein-Grundsatz“ ändert nichts an der Ausgestaltung der Verfahren und der damit starken psychischen Belastung für die Opfer. Und er ändert vor allem nichts an den Vorurteilen und Mythen über sexualisierte Übergriffe. Das kann er auch nicht. Das kann nur ein Paradigmenwechsel in der Gesellschaft. Damit sexuelle Gewalt in der Ehe oder Beziehung zurückgeht, ist jeder Einzelne gefragt, sein Verhalten und seine Position zu dem Thema zu reflektieren. Die Reform im Sexualstrafrecht ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und sie hat dazu geführt, dass das Thema zumindest in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird. Trotzdem liegt es an jedem Einzelnen, wie in Zukunft mit dem Thema sexueller Gewalt umgegangen wird. Um diese Verantwortung kommt keiner herum.

 

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