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Schiedsrichter Manuel Gräfe: Kommentar: Starke Nerven gefragt

Von Vielleicht ist die Nominierung Gräfes für das heutige Spiel durch den DFB deshalb instinktlos. Der Schiedsrichter wird jedenfalls starke Nerven brauchen. Ein Kommentar von Christian Heimrich.
Schiedsrichter Manuel Gräfe. Foto: Peter Steffen Schiedsrichter Manuel Gräfe. Foto: Peter Steffen

Der frühere Fifa-Schiedsrichter Markus Merk war früher selbst eine Reizfigur. Inzwischen ist er Experte beim Bezahlsender Sky. Merk kennt das Fußball-Geschäft deshalb von zwei Seiten. Und deswegen hat er wohl recht, wenn er vor dem „Finale“ um die Relegation in der Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg mahnt: „Das Wichtigste ist immer, dass der Schiedsrichter nicht im Fokus steht – sondern das Spiel! Das ist hier, bei aller unbestrittenen Kompetenz von Manuel Gräfe, nicht möglich.“

Gräfe und der HSV haben eine gemeinsame Vorgeschichte. Der Berliner, der unbestritten zu den Besten seiner hiesigen Zunft zählt, hatte 2014/15 im zweiten Relegationsspiel des HSV beim Karlsruher SC in der Nachspielzeit einen umstrittenen Freistoß für die Hamburger gegeben. Marcelo Diaz traf, dadurch ging es doch noch in die Verlängerung, in der Nicolai Müller nach dem Hinspiel-1:1 den HSV zum Klassenverbleib schoss.

Christian Heimrich Bild-Zoom
Christian Heimrich

Vielleicht ist die Nominierung Gräfes für das heutige Spiel durch den DFB deshalb instinktlos. Der Schiedsrichter wird jedenfalls starke Nerven brauchen. Wahrscheinlich werden alle TV-Sender im Stadion 90 Minuten lang eine Kamera nur auf den Mann mit der Pfeife richten, um ihm Fehler nachweisen zu können.

Vielleicht geht ja aber auch alles gut. Der Hamburger Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat schon zu seiner Frankfurter Zeit oft und gerne darauf verwiesen, dass sich Fehlentscheidungen im Laufe einer langen Saison bei allen Clubs ausgleichen. Seine Nachfolger in Frankfurt haben sich deshalb beim Thema Deniz Aytekin bedeckt gehalten. Der hat es lange Jahre nicht gut gemeint mit der Eintracht und pfeift jetzt das Pokalfinale – nach einer tadellosen Leistung beim Halbfinal-Triumph gegen Gladbach.

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