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Kommentar: Traurige Normalität

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Kurz nach der Abfahrt der Mannschaft von Dortmund vom Hotel zum Stadion sind am 11. April 2017 in der Nähe des Mannschaftsbusses drei Sprengsätze explodiert. Foto: Carsten Linhoff (dpa) Kurz nach der Abfahrt der Mannschaft von Dortmund vom Hotel zum Stadion sind am 11. April 2017 in der Nähe des Mannschaftsbusses drei Sprengsätze explodiert.

Zurück zur Tagesordnung? Es war schon vorher klar gewesen, dass diese an den allermeisten Bundesliga-Standorten so oder so ähnlich ausgegebene Losung sich nicht so einfach umsetzen lassen würde. Nach den Bomben auf den Dortmunder Mannschaftsbus konnte nicht nur rund um das Heimspiel der Borussia gegen Eintracht Frankfurt von Normalität kaum die Rede sein, allein schon wegen der gewaltigen Polizeipräsenz. Einige sogenannte Fans von Werder Bremen indes sorgten trotz alledem auf ihre Art für ein Stück Normalität – so muss man das leider wohl bezeichnen, auch wenn sie von traurigster Art ist: So kurz nach dem Anschlag von Dortmund den Bus des Hamburger SV auf dem Weg ins Weserstadion mit Farbbeuteln und Flaschen zu bewerfen, gar eine Scheibe zu Bruch zu schmeißen, dafür kann es kein Verständnis geben.

Markus Katzenbach Bild-Zoom Foto: (FNP)
Markus Katzenbach

Die Bremer Anhänger sind oft gelobt worden für die Unterstützung ihrer Mannschaft, vor allem im vergangenen Mai, als der in Anlehnung an die Vereinsfarben und einen berühmten Song so getaufte „Green-White-Wonderwall“ beim Klassenerhalt half. Davon, dass dieses grün-weiße Wunderwirken auch damals schon seine Schattenseiten hatte, kann die Eintracht ein Lied singen: Auch ihr Bus wurde auf dem Weg zum – letztlich verlorenen – Abstiegsendspiel mit vollen Bierbechern und Flaschen, Bananen und Eiern beworfen. Übrigens ohne dass hinterher größere Strafen bekannt wurden. Es mag Schlimmeres geben im Leben und im Fußball, dulden kann man diese eigentlich doch ungeheuerlichen Auswüchse aber ganz gewiss auch nicht. Schon gar nicht in diesen Tagen.

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