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Kommentar: Über Gebühr

Die Zeiten des kostenlosen Kontos sind vorbei. Geahnt haben wir Verbraucher das schon lange. Jetzt hat der Bundesverband deutscher Banken es ausgesprochen.
So manche Bank holt sich mittlerweile Geld, wenn ein Kunde Geld holt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa) So manche Bank holt sich mittlerweile Geld, wenn ein Kunde Geld holt.
Die Zeiten des kostenlosen Kontos sind vorbei. Geahnt haben wir Verbraucher das schon lange. Jetzt hat der Bundesverband deutscher Banken es ausgesprochen. Es ist seit Jahren ein schleichender Prozess: Augenfällig war, dass bei einigen Banken und Sparkassen inzwischen das Abheben am Automaten Geld kostet. Außerdem verlangen einzelne Institute „Verwahrgebühren“ für das Geld sehr vermögender Kunden. Damit werden Vokabeln wie „Straf-“ oder „Minuszinsen“ elegant umgangen.

Aber die Entwicklung hat eine längere Vorgeschichte. So sind die Preise für Kredit- und Girokarten in den vergangenen Monaten zum Teil deutlich angezogen. Und wer seine Überweisungen immer noch unbedingt auf Papier einreichen möchte, wird schon sehr lange zur Kasse gebeten. Es gibt sogar Banken, die für die Ausführung einer Online-Überweisung die Hand aufhalten.

Die Einstiegspunkte für neue Gebühren sind also vielfältig. Beratungstermine könnten kostenpflichtig werden, die Preise für Schließfächer steigen. Die ökologisch ausgerichtete GLS-Bank erhebt seit einiger Zeit eine Art Solidarbeitrag, also eine Mitgliedsgebühr. Es wird auf der anderen Seite sicherlich auch Banken geben, die stoisch ein „kostenloses“ Konto anbieten werden und sich das Geld einfach über horrende Gebühren für die Kontokarte reinholen.

Im Grunde genommen war das Girokonto nie kostenlos. Die Banken, Volksbanken und Sparkassen haben es mit Einnahmen aus dem Zinsgeschäft subventioniert. So gesehen bringt die sich abzeichnende Gebührenstruktur mehr Transparenz. Jeder Bankkunde weiß in Zukunft genau, worauf er sich einlässt. Allerdings muss er sich noch akribischer durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen arbeiten als früher.

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