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Kommentar: Überlebenskampf

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In den vergangenen drei Jahrzehnten hat der FSV Frankfurt, der schon in den achtziger Jahren unter chronischem Zuschauerschwund und geringen Finanzen litt, viele Krisen im Stile eines Stehaufmännchens gemeistert. Zuletzt hielten sich die zähen Bornheimer sogar acht Jahre lang in der fußballerischen Zweitklassigkeit, was im übergroßen Schatten der Frankfurter Eintracht aller Ehren wert war, aber kein Zustand auf Dauer sein konnte.

Dass sich der Frankfurter Stadtteilclub nun eine modernere Struktur mit verbesserten Kontrollmechanismen seiner GmbH verordnet, ist richtig und längst überfällig. Wozu mangelnde Kontrolle führen kann, dokumentiert zum Beispiel der finanzielle Ruin der Offenbacher Kickers, wo jahrelang nicht hingeschaut wurde, was in der GmbH so alles getrieben wurde. Die Folge: Der einstige Bundesligist kämpft mittlerweile in der Viertklassigkeit ums sportliche Überleben.

Ein Schicksal, das auch dem FSV Frankfurt drohen könnte. Sollte den Bornheimern in dieser Saison nicht der sofortige Wiederaufstieg gelingen, rückt die Zweite Bundesliga mit seinem aus TV-Geldern geschaffenen finanziellen Schlaraffenland in immer weitere Ferne. Ein Überleben in der Dritten Liga wäre für den FSV Frankfurt, der schon in seinen acht Zweitligajahren kein finanzielles Polster anlegen konnte, weil fast jeder Euro ins spielende Personal investiert werden musste, fast unmöglich.

In solchen Situationen gehen die Verantwortlichen häufig ein viel zu hohes finanzielles Risiko ein, um den Erfolg zu erzwingen. Umso wichtiger ist es, dass es ein Gremium gibt, das seiner kontrollierenden Aufgabe gerecht wird.

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