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Dax: Kommentar: Vertagt

Wenn die Kurse Neuland betreten, ist das stets mit großen Unsicherheiten verbunden. Ein Kommentar von Stefan Wolff.
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Der Sprung schien abgemacht, doch es hat nicht geklappt. Für den Deutschen Aktienindex (Dax) ist die Marke von 13 000 Punkten quasi in Rufweite. Doch an der Börse scheuten die Händler vor dieser Hürde, wie ein nervöses Turnierpferd.

Wenn die Kurse Neuland betreten, ist das stets mit großen Unsicherheiten verbunden. Regelmäßig starten Diskussionen darüber, ob die Aktienpreise in dieser Höhe noch gerechtfertigt sind. Charttechniker müssen ihre Kurven neu justieren. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Reise weitergehen wird.

Runde Kursmarken haben ohnehin keine allzu große Bedeutung. Sie sind zufällig entstanden. Als der Dax am 1. Juli 1988 zum ersten Mal berechnet wurde, startete das Kursbarometer bei 1163,52 Punkten, weil man für den Jahreswechsel 87/88 einen Stand von 1000 Punkten angenommen hatte. Hätte die willkürlich gewählte Zahl bei 100, 500 oder null Punkten gelegen, würden andere Marken zu anderen Zeitpunkten diskutiert werden.

So aber geht es um 13 000 Punkte. Die Hürde wird übersprungen werden. Wenn nicht heute, dann eben morgen oder kommende Woche.

Dabei sind die Zeiten lange vorbei, dass die Börse selbst solche runden Zahlen feiert. Eine Dax-Torte oder kleine Marzipan-“Daxe“ gibt es nicht mehr. Als der Leitindex die 10 000-Punkte-Marke knackte, hüpften Schauspieler im Superhelden-Kostüm durch Frankfurts Innenstadt. Das wars.

Der (von starken Unterbrechungen durchzogene) kontinuierliche Anstieg der Kurse sollte als Ausweis der Verlässlichkeit dieses Anlagevehikels gesehen werden. Auch ohne Brimborium drumherum.

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