Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C
1 Kommentar

Kommentar: Von Spatz und Taube

Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Dieses Sprichwort trifft wohl auch auf das neue Gesetz zum Fluglärm zu.
Foto: Roland Holschneider (dpa)

Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Dieses Sprichwort trifft wohl auch auf das neue Gesetz zum Fluglärm zu, das die Landesregierung am Dienstag in den Landtag eingebracht hat: Kommunen, die besonders unter Fluglärm leiden, sollen weiterhin Geld vom Land bekommen. Es ist zu wenig, aber besser als nichts.

Gut ist, dass die städtischen Kämmerer, sofern das Gesetz so verabschiedet wird, das Geld zumindest für die nächsten fünf Jahre fest in ihre Haushalte einplanen können. Die Forderung, das Geld auch danach noch weiterhin zu zahlen, ist berechtigt.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Michael Faust

Die jährlich 4,5 Millionen Euro stammen aus den Ausschüttungen, die das Land für seine Anteile am Flughafenbetreiber Fraport bekommt. Das Geld könnte das Land aber auch für andere Aufgaben ausgeben, für Bildung, Umweltschutz oder Kultur zum Beispiel. Die Idee, dass das Land als Profiteur von der Fraport-Dividende einen Teil an die von Fluglärm Betroffenen weitergibt, lag auch schon dem Regionalfonds zugrunde.

Das Wort Lastenausgleich, das im Titel des Gesetzes steht, ist dabei aber zu hoch gegriffen. Ein wirklicher Ausgleich für Lärm, Gesundheitsschäden, unattraktive Wohngebiete und die Abwanderung von Besserverdienern kann mit einigen zehntausend oder hunderttausend Euro nicht geleistet werden.

Für eine wirkliche Entlastung für die Menschen, die unter dem Fluglärm leiden, sind weniger Flugbewegungen, leisere Flugzeuge und ein konsequentes Nachtflugverbot nötig.

Zur Startseite Mehr aus Meinung der Redaktion

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse