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Börse: Kommentar: Vor der Fed

"Obwohl sich die EZB an anderer Stelle „besorgt“ über einen teuren Euro geäußert hat, hat es keine Verbalintervention des EZB-Präsidenten gegeben", sagt unser Kommentarschreiber Stefan Wolf.
Das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB). Foto: Boris Roessler/Archiv Das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB). Foto: Boris Roessler/Archiv

Die nächste Runde im Notenbanken-Pingpong ist geschafft. Die EZB hat gespielt. Jetzt liegt der Ball wieder bei der Fed. US-Notenbankchefin Janet Yellen kann nun in der kommenden Woche die Devisenmärkte bewegen. Die Worte von Mario Draghi waren diesbezüglich zu weich. Obwohl sich die EZB an anderer Stelle „besorgt“ über einen teuren Euro geäußert hat, hat es keine Verbalintervention des EZB-Präsidenten gegeben.

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Draghi gibt sich diesbezüglich hilflos. Das EZB-Mandat sehe nur „Preisstabilität“ als Zielgröße vor, während die Fed ja Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Wechselkurs im Auge behalten muss. Es bleibt also dabei, dass die EZB daran arbeitet, eine Teuerungsrate von zwei Prozent anzustreben. Auch zu einem möglichen Ende des Anleiheaufkaufprogramms gab es nur vages. Im Oktober wird es wohl einen kleinen Hinweis geben.

Der Börse reichen solche Mini-Fingerzeige. Der Esel bekommt die Karotte gezeigt und galoppiert los. Aktien und Euro zeigen sich von der Aussicht beflügelt, dass auf der einen Seite zwar die Zinswende naht (das ist gut für den Euro), dass es aber nicht schnell gehen wird (das ist gut für Aktien). Gleichzeitig spricht die EZB von einer robusten Wirtschaft im Euroraum (das ist gut für beide). Trotz der bestehenden Unsicherheiten wähnen sich die Märkte in der besten aller Welten.

Sollte die Rally trotzdem ins Stocken geraten, wird ziemlich bald in der Argumentation die US-Notenbank auftauchen. Janet Yellen ist zuletzt durch ziemlich deutliche Kritik an der US-Regierung aufgefallen. Daran wird sich wohl kaum etwas ändern.

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