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Handel: Kommentar: Was vom Gipfel bleibt

"Der auf dem Hamburger Gipfel verabschiedete Formelkompromiss überdeckt viele Differenzen und zeichnet ein verzerrtes Bild von Einigkeit", sagt unser Kommentarschreiber Stefan Wolff.
Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump beim G-20-Gipfel in Hamburg. Foto: Michael Kappeler (dpa) Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump beim G-20-Gipfel in Hamburg.

Wenn sich 19 Wirtschaftsnationen plus EU treffen, dann geht es natürlich vornehmlich um wirtschaftliche Interessen. Die „alten“ Industriestaaten kämpfen mit ihrer sinkenden Bedeutung. Der G 20-Gipfel in Hamburg ist ein schönes Beispiel dafür.

Hatten die G 7-Staaten noch vor 20 Jahren knapp die Hälfte der Weltwirtschaft ausgemacht, so werfen sie jetzt „nur“ noch 37 Prozent in die Waagschale. Die größten Aufsteiger sind Indien und vor allem China. In dem willkürlich zusammengestellten Club fehlen Länder wie Spanien, die Niederlande oder Mexiko.

Die USA suchen in dieser Situation ihr Heil in der Isolation. Die EU hingegen sucht neue Handelsbündnisse und hat mit Jefta ein Freihandelsabkommen mit Japan auf den Weg gebracht. Fallende Zollschranken und Handelshemmnisse sollen die Geschäfte zwischen Europa und Nippon brummen lassen.

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Welche Strategie am Ende aufgehen wird, gilt als offen. Es ist aber kaum zu erwarten, dass Protektionismus zu einer blühenden Wirtschaft führt. Der auf dem Hamburger Gipfel verabschiedete Formelkompromiss überdeckt viele Differenzen und zeichnet ein verzerrtes Bild von Einigkeit. Dabei wäre aufrichtige Geschlossenheit auf so einem Gipfel das richtige Signal gewesen.

Die Märkte haben sehr sensibel reagiert, vor allem mit Verunsicherung. Die Ölpreise sind abgeschmiert, Staatsanleihen gerieten wegen der aufkommenden Zinsdiskussion in heftige Fahrwasser. Der Euro musste gegenüber dem Dollar Federn lassen, weil weitere Zinsanhebungen in den USA als ausgemacht gelten und eine Zinswende in Europa nur vage diskutiert wird.

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