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Deutsche Wirtschaft: Kommentar: Wie geschmiert

Der Arbeitsmarkt brummt; dank robuster Wachstumsraten im Ausland legen die Exporte auch weiter zu. Ein Kommentar von Stefan Wolff.
Stefan Wolff Stefan Wolff

Die deutsche Wirtschaft hat einen sehr ordentlichen Start ins neue Jahr hingelegt. Ökonomen sprechen sogar von einer „nie endenden Erfolgsgeschichte“, was natürlich Quatsch ist. Wirtschaft entwickelt sich in Zyklen. Irgendwann geht es auch wieder abwärts. Momentan allerdings spricht mehr für die deutsche Wirtschaft als dagegen.

Der Arbeitsmarkt brummt; dank robuster Wachstumsraten im Ausland legen die Exporte auch weiter zu. Die Konsumenten freuen sich über mehr Geld in der Tasche und geben sich ausgabefreudig. Zuletzt haben auch die Unternehmen wieder mehr investiert. Der Aufschwung in Deutschland stellt sich also auf breitere Füße. Das Fundament wird solider.

Symbolbild Bild-Zoom
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Hier zeigt sich, dass die niedrigen Zinsen nicht nur schädlich sind. Die Baubranche profitiert davon. Ebenso Bauherren und Anleger, die ihr Geld wegen der schwachen Anleihezinsen lieber in Betongold stecken.

An den grundsätzlichen Koordinaten dürfte sich erst einmal nichts ändern. Die Weltwirtschaft soll nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds um 3,5 Prozent in diesem Jahr wachsen. Gepaart mit dem immer noch vergleichsweise schwachen Euro ergeben sich also gute Exportchancen.

Natürlich bleiben auch viele Unsicherheiten. Die protektionistischen Tendenzen in den USA könnten deutsche Unternehmen ausbremsen. Der Brexit birgt viele unbekannte. Schon jetzt zeigen sich Bremsspuren in der britischen Wirtschaft. Außerdem könnten die wieder anziehenden Preise in Deutschland die Konsumlust dämpfen.

Auf der Exportseite hilft Reden. Die harsche Kritik an Deutschlands Exportwunder könnte bald ins Leere laufen. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die Überschüsse in der Außenhandelsbilanz als „zu hoch“ bezeichnet. Wenn am Ende dabei herausspringt, dass die Politik die Binnenwirtschaft weiter ankurbelt, kann das so schlecht auch nicht sein.

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