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Kommentar: Wortbrüchige sollen zahlen

Von Früher galt ein Wort unter Geschäftspartnern, ein Vertrag war verpflichtend. Heute sind Verträge von Fußballern nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben werden.
<span></span> Bilder > Foto: (FNP)

Früher galt ein Wort unter Geschäftspartnern, ein Vertrag war verpflichtend. Heute sind Verträge von Fußballern nicht einmal das Papier wert, auf dem sie geschrieben werden. Im Sommer zwang der wechselwillige Ousmane Dembélé Borussia Dortmund mit einem Streik nach wochenlangem Transferpoker, ihn trotz eines bestehenden Vertrages für eine Ablöse von 105 Millionen Euro zum FC Barcelona ziehen zu lassen. Nun zwang Pierre-Emerick Aubameyang, dessen Vertrag bis 2021 datiert ist, die BVB-Vereinsführung mit seinem Verhalten in den vergangenen Wochen zum Handeln. Der Gabuner wird ab sofort für den FC Arsenal auf Torejagd gehen.

Ein wechselwilliger Spieler erzwingt seinen Verkauf – in den vergangenen Transferperioden ein gewohntes Szenario. Neymar unterschrieb beim FC Barcelona 2016 einen neuen Mega-Vertrag, der ihm bis 2021 rund 15 Millionen Euro netto pro Saison garantierte. Ein Jahr später wechselte der Brasilianer für die Weltrekord-Ablöse von 222 Millionen Euro zu Paris St. Germain.

Verständlich, dass sich Spieler verbessern wollen. Was die Vereine anlangt. Und finanziell. Aber ein Vertrag ist ein Vertrag. Man müsste einen Riegel vorschieben. Das Bosman-Urteil regelte, dass Profi-Fußballspieler in der Europäischen Union nach Ende des Vertrages ablösefrei zu einem anderen Verein wechseln dürfen. Wie wäre es damit? Erzwingt ein Fußballer seinen vorzeitigen Wechsel, muss er dem Verein, bei dem er unter Vertrag steht, als Strafe diejenige Summe bezahlen, die er bis zum Ablauf des Vertrages verdienen würde. Dann könnte er gehen.

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