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Kommentar zu Aktien: Goldener September

Bulle und Bär, Symbole für sinkende und steigende Aktienkurse Foto: dpa Bulle und Bär, Symbole für sinkende und steigende Aktienkurse

Der Ruf, ein „Crashmonat“ zu sein, ist in diesem Jahr widerlegt: Der September hat nicht nur deutliche Gewinne in den Börsendepots erzeugt. Der Kursanstieg des Deutschen Aktienindex (Dax) um knapp sechs Prozent hat auch eine ansonsten maue Quartalsbilanz gerettet. Jetzt ist der Dax nur noch 123 Punkte von seinem alten Allzeithoch entfernt. Es spricht einiges dafür, dass im Oktober neue Rekordmarken fallen werden.

Vor allem die robuste deutsche Wirtschaftslage sorgt für Optimismus an den Märkten. Die Stimmung in den Chefetagen ist prächtig. Die Verbraucher bleiben trotz eines kleinen Rücksetzers beim Konsumklima ausgabefreudig. Auch im Euroraum stehen die Zeichen auf Aufschwung. Die Unternehmen beurteilen die Lage so gut wie seit zehn Jahren nicht.

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Stefan Wolff

Dennoch sind die Aussichten nicht nur rosig. Vor allem der kalte Konflikt zwischen den USA und Nordkorea sorgt für Gänsehaut. Das Referendum der Kurden für einen eigenen Staat lässt die Energiemärkte aufmerken. Da kurdisches Öl durch türkische Pipelines fließen muss, befürchten Beobachter Versorgungsengpässe.

Von den Notenbanken sind dagegen kaum negative Überraschungen zu erwarten. Die EZB dürfte zwar den Ausstieg aus ihrem Anleiheaufkaufprogramm kommunizieren, doch dürfte sich die Lage kaum ändern. Die anhaltend niedrige Inflationsrate im Euroraum hat den Zinsdruck nicht erhöht. Der US-Notenbank haben die Finanzmärkte für ihre offene Kommunikation ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Der geldpolitische Kompass ist justiert. Ein Zinsanstieg im Dezember kann da kaum für Unruhe sorgen.

Selbst der US-Politik kann die Finanzwelt Positives abgewinnen. Die Steuerreform von US-Präsident Trump, die Geringverdiener stärker belastet und Unternehmen beschenkt, wird von banknahen Kommentatoren als „Hoffnungsprojekt“ bezeichnet. Man kann es natürlich auch so sehen.

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