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Kommentar zu Hradecky-Poker

Lukas Hradecky Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Lukas Hradecky

Die Unterschrift fehlt zwar noch, aber die lange und leidige Vertragsverlängerungsgeschichte ist geklärt. Lukas Hradecky wird der Frankfurter Eintracht weiter als Nummer eins erhalten bleiben. Zumindest für eine weitere Saison. Sollten sich die Wege dann im Sommer 2018 doch trennen, dann kann der Bundesligist wenigstens eine ordentliche Ablöse erzielen.

Das Tauziehen der vergangenen Wochen hat viele genervt. Doch das ist normal im heutigen Geschäft Profifußball. Blicken wir zwei Jahre zurück. Da waren Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehr zufrieden, dass man sich auf einen Dreijahresvertrag geeinigt hatte. Was damals schon bedeutete: Im Sommer 2017 kann es schwierig werden, dann hat die Eintracht die letzte Chance, ihren Profi zu Geld zu machen. Hätte sie das damals verhindern wollen, dann hätte sie Hradecky einen längeren Vertrag anbieten müssen.

Klaus Veit Bild-Zoom Foto: Salome Roessler
Klaus Veit

Doch dazu fehlte der Mut, schließlich wusste niemand, wie sich der finnische Nationalkeeper in der Bundesliga schlagen wird. Er schlug sich prima, nicht nur zwischen den Torstangen, sondern auch außerhalb des Feldes. Einer, der schnell Deutsch lernte, einer der früh voll integriert war, einer der immer für gute Laune sorgte. Einer, der bei Trainern, Mitspielern und Anhängern voll anerkannt war.

Dass er sich das Recht herausnahm, erst einmal abzuwarten mit einer Vertragsverlängerung, das kann man ihm nicht verübeln. Ja, das Eintracht-Angebot war finanziell sehr gut. Nein, in einem europäischen Wettbewerb kann er im Trikot mit dem Adler derzeit nicht spielen. Es war daher eher forsch von Sportvorstand Fredi Bobic, dem Keeper zu erklären, dass ohne Verlängerung die Nummer eins plötzlich auf der Tribüne sitzen könnte. Das zeigte, wie schwer es für die Vereine ist, das derzeitige Transfersystem positiv nutzen zu können. Meistens sitzen die Spieler rechtlich am längeren Hebel. Und deshalb dauert es bis zu einer Einigung manchmal auch etwas länger.

Wie jetzt bei der Frankfurter Eintracht und Lukas Hradecky.

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