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Kommentar: Kommentar zu Lkw: Ärgernis und Maß aller Dinge

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Und wieder hat es gekracht: „Hauptkonfliktfeld“ zwischen Lkw, aber auch anderen Kraftfahrern, bleibt die Autobahn.

Es ist ein Dauerärgernis: Wer auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, ist fast immer mit nervigen Staus konfrontiert. In nicht wenigen Fällen sind Unfälle mit Lkw-Beteiligung der Auslöser. Solche Crashs enden oft dramatisch mit Toten und Schwerverletzten. Dass der Gütertransport auf der Straße jedes Jahr neue Rekordmarken bricht, ist fast ein „Naturgesetz“, denn die Menschen bestellen immer mehr Waren über den Versandhandel, und die möchten sie möglichst am nächsten Tag in Empfang nehmen. Letzteres funktioniert in aller Regel nur dann, wenn Lkw und Transporter diese Güter auf dem Straßenweg schnell transportieren. Vielfach wird deshalb moniert, dass die Bahn sich des Güterverkehrs nicht annimmt und damit unsere Straßen von Brummis entlastet.

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Unfälle mit Lkws sorgen häufig für große Sach- und Personenschäden. Abstandsfehler und Unaufmerksamkeit gehören hierbei zu den wichtigsten Unfallursachen. Die Folgen sind fatal.

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In der Tat hält sich die Bahn beim Gütertransport zurück. Auf der anderen Seite wird es die Bahn aber nie schaffen, alle Güter auf die Schiene zu bringen. Auch wenn es dem Unternehmen gelänge, seine transportierte Gütermenge zu verdoppeln, könnten nur zehn Prozent des Schwerlastverkehrs eingespart werden, rechnen Experten vor.

<span> Dieter Hintermeier </span> Bild-Zoom Foto: er Hintermeier
Dieter Hintermeier

Weiteres Manko, das den vermehrten Gütertransport auf der Schiene verhindert: Der Güterverkehr der Bahn ist noch zum großen Teil der Zeit der Montanindustrie verhaftet, also dem Transport von schweren Gütern. Mit dem Niedergang der Montanindustrie hat gleichzeitig die Zeit der sogenannten Kaufmannsgüter beim Gütertransport begonnen. Beispielsweise wird nicht mehr der Stahlträger von A nach B transportiert, sondern eine Wagenladung von Laptops. Diesen Übergang bei den Gütertransporten hat die Bahn gewollt oder ungewollt verschlafen. Einem so großen Unternehmen sollte es aber zuzutrauen sein, technologisch diesen Schritt in die neue Zeit des Gütertransports mitzugehen.

So bleibt leider festzustellen, dass, so lange,, wie noch keine intelligenten Verkehrskonzepte greifen, die Lkw noch geraume Zeit beim Gütertransport das Maß aller Dinge sein werden.

politik@fnp.de

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