Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige LS Lederservice Sie suchen einen Spezialisten aus Rhein-Main? Frankfurt am Main 24°C

Meinung der Redaktion: Kommentar zu Nordkorea: Die Billionen-Dollar-Drohung

Die Präsidentschaft von US-Präsident Trump liefert alle Zutaten dazu, das Ende eines goldenen Börsenjahrzehnts einzuläuten. Ein Kommentar von Stefan Wolff.
Symbolbild Foto: ED JONES (AFP) Symbolbild

„Kaufe, wenn die Kanonen donnern“, ist ein Börsenspruch von gestern. Der Rat „Kaufe, wenn die Säbel rasseln“ gilt nur für Rüstungsaktien. Der Rekordstand von Lockheed Martin-Papieren ist ein Beispiel dafür. Ansonsten hat die Nordkorea-Krise die Märkte schwer verunsichert. Seit sich der Ton zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un verschärft hat, ist von den Aktienbörsen dieser Welt Berechnungen zufolge Kapital im Wert von einer Billion Dollar abgezogen worden.

Nun, da nach Aussage Trumps die Waffen „bereit und geladen“ sind, fürchten nicht wenige Beobachter, dass es zu einem veritablen Kursrutsch kommen kann. Den Deutschen Aktienindex (Dax) hat die Krise bereits die Hälfte der Kursgewinne dieses Jahres gekostet. 12 000 Punkte sind wieder ein Thema, und vieles spricht dafür, dass diese Marke dieser Tage des öfteren von unten betrachtet werden kann.

Stefan Wolff Bild-Zoom
Stefan Wolff

In den vergangenen Monaten ist die Nervosität ohnehin gewachsen. Der Aufschwung an den Aktienmärkten hält nun – von kleineren Unterbrechungen einmal abgesehen – schon seit 2009 an. So langsam dämmert es auch dem optimistischsten Marktteilnehmer, dass dieser Zyklus irgendwann einmal enden könnte.

Die Präsidentschaft von US-Präsident Trump liefert alle Zutaten dazu, das Ende eines goldenen Börsenjahrzehnts einzuläuten. Von den vollmundigen Versprechen in Richtung Wirtschaft ist nur heiße Luft geblieben. Hinzu kommen die Ermittlungen gegen den Präsidenten, die ihn schon in seinem ersten Amtsjahr zu einer Art lahmen Ente machen. Die eskalierende Kriegsrhetorik ist da nicht mehr als ein Tropfen. Doch das Fass ist schon voll.

Angesichts der Unsicherheiten und der Diskussion über eine Zinswende verhalten sich die Aktienmärkte sogar erstaunlich ruhig. Das kann die Ruhe vor dem Sturm sein. Oder der Vorbote einer lange anhaltenden Flaute.

Zur Startseite Mehr aus Meinung der Redaktion

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse