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Kommentar zu Opel: Neumann verdient Respekt als Vater eines nachhaltigen Comebacks

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Opel-Chef Karl-Thomas Neumann will einem Bericht zufolge sein Amt aufgeben. Foto: Arne Dedert Opel-Chef Karl-Thomas Neumann will einem Bericht zufolge sein Amt aufgeben. Foto: Arne Dedert

Karl-Thomas Neumann ist ein echter Glücksfall für Opel. Sollte er in wenigen Monaten den Rüsselsheimer Autobauer tatsächlich verlassen, hinterlässt er ein Unternehmen, das sich im Zustand eines nachhaltigen „Comebacks“ befindet. Neumann kann erhobenen Hauptes von dannen ziehen.

Michael Balk Bild-Zoom Foto: (FNP)
Michael Balk

Die Opelaner werden ihm noch viele Tränen nachweinen. Einen Manager diesen Kalibers wird die Hessentags-Stadt so bald nicht mehr zu sehen bekommen. Sein Nachfolger dürfte als verlängerter Arm von PSA-Chef Tavares vor allem Befehlsempfänger und Markenchef für Opel/Vauxhall sein. Diese wenig erbauliche Perspektive als kleines Rädchen im großen, von Paris aus sehr zentralistisch gesteuerten PSA-Konzern, dürfte auch der Grund für Neumanns Entscheidung zum Wechsel gewesen sein.

Ein gefragter Manager: (Noch-)Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sollen schon verschiedene Anfragen aus der Automobilindustrie für einen Wechsel vorliegen.
Vor dem Eigentümerwechsel im Herbst Opel-Chef Neumann vor Wechsel zu VW?

Das Motto „Umparken im Kopf“ hat Opel-Chef Karl-Thomas Neumann offenbar wörtlich genommen. Einem Zeitungsbericht zufolge will er den Besitzerwechsel von General Motors zur Peugeot-Mutter PSA nicht mitmachen. Für das Unternehmen wird das Folgen haben.

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„KTN“ – wie ihn die Opelaner nennen – ist es gelungen, binnen kurzer Zeit einer totgesagte Marke wieder Leben einzuhauchen. Er hat ein glückliches Händchen mit seinen Personalentscheidungen bewiesen. Tina Müller als Marketing-Chefin ist ein absoluter Volltreffer, deren Kampagne das Markenimage schlagartig verbessert hat. Jürgen Klopp als Markengesicht an Bord zu holen, war wie ein Sechser im Lotto. Die neuen Modelle – ob Astra, Mokka, Adam oder Crossland – kommen beim Publikum an. Neumann verdient Respekt – für seine Leistung als Vorstandschef wie für seine Entscheidung, Opel in Kürze zu verlassen.

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