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Kommentar zu Sandro Wagner: Chance genutzt

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Sandro Wagner freut sich über seinen ersten Treffer für die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Andreas Gebert Sandro Wagner freut sich über seinen ersten Treffer für die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Andreas Gebert

Sandro Wagner kommt gelegentlich ein wenig schnöselig daher. Das lässt sich wohl nicht vermeiden, wenn man ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein hat und im Fußball-Geschäft tätig ist. Als Leisetreter bekommt man nicht gerade ausufernd viel Aufmerksamkeit. Und die ist im Profi-Sport nun einmal die härteste Währung.

Sandro Wagner „liefert“ aber auch. Er ist seit kurzem A-Nationalspieler und schießt Tore. Zwar einstweilen nur gegen San Marino, aber der Einstand ist gelungen. Der Einstand eines Stürmers, der schon als abgeschrieben galt. Der zwar aus der Jugend von Bayern München stammt und U-21-Weltmeister war, aber immer auch als schwer erziehbar daher kam.

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Sandro Wagner war deshalb ein Wandervogel. Er saß bei vielen Vereinen viel auf der Ersatzbank oder der Tribüne. Sein Glück war, dass er irgendwann mit anderen Gescheiterten und schwer Erziehbaren beim Kellerkind Darmstadt 98 landete. Er wurde gebraucht und irgendwann auch gemocht. Wagner erfand sich im südhessischen Existenzkampf neu, schoss Tore, riss sein Team mit. Als Anerkennung sind der Spitzenclub Hoffenheim und dann auch der Bundestrainer auf ihn aufmerksam geworden.

Inzwischen gibt er auch intelligente, meinungsstarke Interviews. Seine Chance kam spät. Aber Sandro Wagner hat sie genutzt.

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