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Kommentar: Kommentar zum Brexit: Mrs. May-be sucht ihre Vorteile

British Prime Minister Theresa May gestures  as she delivers a speech aimed at unlocking Brexit talks, on September 22, 2017, in Florence.
May seeked to unlock Brexit talks on September 22 with a major speech in Florence, after Brussels demanded more clarity on the crunch issues of budget payments and EU citizens' rights. A fourth round of negotiations with the European Commission is due to start next week, with London keen to make progress on the terms of the divorce so that talks can move on to trade. / AFP PHOTO / POOL / Maurizio DEGL'INNOCENTI Bilder > Foto: MAURIZIO DEGL'INNOCENTI (POOL) British Prime Minister Theresa May gestures as she delivers a speech aimed at unlocking Brexit talks, on September 22, 2017, in Florence. May seeked to unlock Brexit talks on September 22 with a major speech in Florence, after Brussels demanded more clarity on the crunch issues of budget payments and EU citizens' rights. A fourth round of negotiations with the European Commission is due to start next week, with London keen to make progress on the terms of the divorce so that talks can move on to trade. / AFP PHOTO / POOL / Maurizio DEGL'INNOCENTI

Die lang erwartete Brexit-Rede von Theresa May in Florenz hat zumindest in einer Sache Klarheit gebracht. Wer immer geglaubt hat, der Austritt Großbritanniens könne schiedlich-friedlich verlaufen, hat geirrt. Es wird eine zähe, schmutzige Scheidung werden. Und alle Beteiligten werden sich am Ende als Verlierer fühlen und sich wie Gewinner aufführen.

May hat sich mit ihrer Rede von ihrer harten Haltung verabschiedet. Aus „Brexit means Brexit“ ist der Vorschlag geworden, nach dem Austritt Übergangsfristen einzurichten. Freilich, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen. So neu ist das nicht. Schon zu Thatcher-Zeiten wollten die Briten Extrawürste gebraten bekommen, weniger zahlen. So gesehen ist der Abschied konsequent.

Der Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals erweisen die Briten einen Bärendienst. Klarheit ist es, was die Unternehmen wünschen, jedoch nicht bekommen. Ein langer Verhandlungs-Tingel-Tangel bewirkt das genaue Gegenteil. Denn in dieser Zeit lässt sich nicht planen.

Die erste Quittung für ihre Rede hat die britische Premierministerin bereits erhalten. Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Großbritanniens herabgestuft und auf die wachsenden Risiken hingewiesen.Die „Brexiteers“ wird das kalt lassen. Doch an den Finanzmärkten herrscht Unruhe. Für viele Banken ist es längst keine Frage mehr, ob sie die Insel verlassen sondern ob es sie nach Paris oder Frankfurt zieht.

Auf lange Sicht scheint Großbritannien einen ähnlichen Status wie die Schweiz anzustreben. Allerdings zahlen die Eidgenossen in die EU-Kasse ein und gewähren Bürgern der Europäischen Union weitgehende Rechte. Genau das scheint die britische Regierung nicht zu wollen. Sie wird sich entscheiden müssen.

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