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Kommentar zur Arbeitsmarktsituation

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An einer Tafel hängen in Berlin im Gebäude der Bundesagentur für Arbeit offene Stellenangebote. Foto: Paul Zinken/dpa An einer Tafel hängen in Berlin im Gebäude der Bundesagentur für Arbeit offene Stellenangebote.

Der Aufschwung in Deutschland ist überraschend robust und geht in die nächste Runde. Die deutsche Konjunkturlokomotive wird nach Experteneinschätzung auch 2018 unter Dampf bleiben und Unternehmen volle Auftragsbücherbescheren – beste Voraussetzungen also für gut qualifizierte Jobsucher. Die Zahl der Arbeitsplätze legt Jahr für Jahr um mindestens eine halbe Million zu. Erfreulich, dass dabei die Teilzeit- und Mini-Jobs auf dem Rückzug sind. Das Risiko, den Job zu verlieren, ist so gering wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Jugendarbeitslosigkeit, ein Problem, das in unseren Nachbarländern Politikern schlaflose Nächte bereitet, ist in Deutschland aktuell nicht existent. Es gibt Ausbildungsplätze zuhauf – wenn auch der Traumjob nicht immer darunter sein mag.

Michael Balk Bild-Zoom Foto: (FNP)
Michael Balk

Die wirtschaftlichen Verhältnisse könnten für die neue Bundesregierung kaum besser sein. Doch Selbstzufriedenheit wäre völlig fehl am Platz. Denn das Powerhouse Germany als Lokomotive Europas steht vor großen Herausforderungen, die mit Entschlossenheit und Mut angegangen werden müssen. Digitalisierung und demografischer Wandel sind die Schlagworte, die die einen als Bedrohung, die anderen als Herausforderung betrachten.

Der abgewählten GroKo sind der boomende Arbeitsmarkt, niedrige Verbraucherpreise und volle Staatskassen quasi in den Schoß gefallen. Union und Sozialdemokraten haben leider viel zu wenig daraus gemacht. Das muss anders werden. Die Jamaika-Koalition muss gestalten, reformieren und auf soziale Wohltaten für ihre Klientel verzichten, will sie die Weichen für den künftigen Wohlstand im Land richtig stellen. Es stehen Jahrhundertprojekte an: Die Rente über 2030 im Blümchen Sinn absichern, Altersarmut bekämpfen, den Milliarden-Spielraum im Haushalt auch für Steuererleichterungen nutzen, Investitionen in Bildung, Verkehrswege und Breitbandausbau lenken, Straßen und Plätze sicherer, die Luft zum Atmen sauberer machen.

Wünschen wir den Jamaikanern, dass sie die Gunst der Stunde nutzen und rufen ihnen zu: Macht es besser als die GroKo.

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