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Unternehmen am Rande der Kapazitäten: Kommentar zur Bauenbranche: Das Ende der Fahnenstange

Obwohl die Baubranche boomt, haben die Unternehmen keine zusätzlichen personellen Kapazitäten aufgebaut. Darunter leiden die Bürger. Ein Kommentar.
Symbolbild Foto: dpa Symbolbild

Jeder kennt sie in seiner Stadt oder seinem Dorf: die Straße mit den vielen Schlaglöchern, die lange Zeit nicht repariert wird. Das kann einen einfachen Grund haben: Die Kommune findet keine Baufirma, die sich dieser Straße annehmen möchte. Obwohl die Baubranche boomt, haben die Unternehmen keine zusätzlichen personellen Kapazitäten aufgebaut, um auch solche vermeintlich kleinen Projekte abzuwickeln. Offenbar trauen die Firmen dem Boom in ihrer Branche nicht über den Weg und richten sich schon auf schlechtere Zeiten ein.

Dieter Hintermeier Bild-Zoom Foto: Salome Roessler
Dieter Hintermeier
Die Bürger haben durch dieses betriebswirtschaftliche Kalkül der Bauunternehmen erhebliche Nachteile. Nicht nur die Holperstraße bleibt so wie sie ist, sondern auch wer eine Wohnung sucht, kann lange warten, weil die kommunale Baugenossenschaft vielleicht keine Bauunternehmen findet, die neue Wohnungen bauen wollen. Es sei denn, der Auftraggeber zahlt jeden Preis.


Natürlich sollte niemand jetzt der Baubranche komplett den schwarzen Peter in die Schuhe schieben. Es spielen noch andere Faktoren eine wichtige Rolle, die Bauunternehmen an den Rand ihrer Kapazitäten bringen. Dazu gehören die Niedrigzinsphase und die Wohnungsnot. Letztere in erster Linie in den Ballungsräumen anzutreffen.

Die Folge davon ist, dass fast alle Kapazitäten der Bauunternehmen nachgefragt werden. Nun ist das Ende der Fahnenstange fast erreicht.

Die Bauwirtschaft wird immer öfter zum Ziel der organisierten Kriminalität. Foto: Arne Dedert/Symbolbild
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