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Kommentar zur Bundestagswahl: Blickwinkel Hessen

Die Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt, reagieren am 24.09.2017 auf der Wahlparty von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin auf die Veröffentlichung der Hochrechnungen zum Ausgang der Bundestagswahl 2017. Foto: Ralf Hirschberger (dpa) Die Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt, reagieren am 24.09.2017 auf der Wahlparty von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin auf die Veröffentlichung der Hochrechnungen zum Ausgang der Bundestagswahl 2017.

Ein Bündnis mit der CDU ist ein Wagnis für die Grünen, in Hessen – und erst recht im Bund. In Hessen regiert die Ökopartei so geräuschlos mit dem einstigen konservativen Erzfeind, dass viele Beobachter fürchten, die Grünen könnten ihr Profil verlieren. Das Zeugnis dafür bekommen die Grünen wie auch die CDU bei der Landtagswahl im nächsten Jahr ausgestellt.

Das Ergebnis der Bundestagswahl darf aber durchaus als Zwischenzeugnis für das erste schwarz-grüne Bündnis in einem Flächenland gewertet werden: Und dabei überraschen die hohen Verluste der Union. Die Grünen hingegen können mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen, dass sie nun auch auf bundespolitischer Bühne als Bündnispartner für die Union gefragt sind.

Bild-Zoom Foto: Salome Roessler
Christiane Warnecke

Der Koalitionsvertrag in Berlin dürfte allerdings ungleich schwerer auszuhandeln sein, denn um eine Mehrheit im Bund zu organisieren, müsste auch die FDP mit ins Boot sowie neben der CDU noch die CSU. Und der Weg der Grünen zu diesen beiden potenziellen Partnern ist schon sehr weit. In der Flüchtlingspolitik, aber auch der Energie- und Sicherheitspolitik etwa hängen die ideologischen Hürden hoch.

Schwierig wird es unterdessen auch für die CDU. Im Bund wird sie sich viele Zugeständnisse abringen lassen müssen, kann sie doch ohne Grüne und FDP nicht weiterregieren. Diese Machtverschiebung wird sich auch in Hessen bemerkbar machen, wo sich die FDP derzeit noch eher der SPD annähert als den Grünen.

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