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Kommentar zur Eintracht: Das macht Hoffnung

Der Frankfurter Gelson Fernandes (r) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Trainer Adi Hütter. Bilder > Foto: Thomas Frey (dpa) Der Frankfurter Gelson Fernandes (r) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Trainer Adi Hütter.

Das wäre eine Pointe gewesen, kurz vor Schluss. Ante Rebic, der Pokalfinal-Held und WM-Star, gleich in seinem ersten richtigen Einsatz nach dem ganzen Zauber des Sommers wieder der Matchwinner, als Krönung eines bemerkenswerten Kurz-Comebacks? Das wäre vielleicht doch des Frankfurter Guten zu viel gewesen – jedenfalls für Peter Gulacsi. Der Leipziger Schlussmann brachte seinen linken Fuß noch an den Ball und die Eintracht so um zwei von drei möglichen Punkten. Vier sind es so nun aus bislang vier Bundesliga-Partien, nach dem Remis zum Besuch der selbst ernannten Rasenballsportler. Das hätte man sich schlimmer vorstellen können, gerade in der Rückschau wäre aber auch mehr möglich gewesen – am Sonntag wie insgesamt. Weiterhin erreicht vielleicht nicht jeder Frankfurter Ball sein Ziel. Aber diese Eintracht tritt viel stabiler auf als noch vor ein paar Wochen, und sie tut, was sie kann. Zum Beispiel den Gegner mit nimmermüdem Einsatz zu nerven. Während den Leipzigern die Verunsicherung des verlorenen Hinspiels in der Betriebsmeisterschaft um den RB-Pokal gegen die Kollegen aus Salzburg anfangs anzumerken war. Irgendwie passend, dass beim 1:0 der vorbildliche Fleißarbeiter Fernandes ausnahmsweise zum Torjäger wurde. Später blitzte auch die Klasse der ambitionierten Leipziger auf, da wankte die Eintracht. Aber sie wehrte sich nach Kräften und drängte am Ende sogar wieder mutig auf den Sieg. Nicht zuletzt dank Comebacker Rebic, der in der vergangenen Saison im Grunde unverzichtbar war und nicht nur im Pokalfinale eine herausragende Rolle spielte. Das macht Hoffnung – damit sich in der weiteren Terminhatz zwischen europäischen Lustreisen nicht irgendwann der Bundesliga-Frust einstellt. Der Coup in Marseille hat gut getan, aber auch auf diesen Besuch aus Leipzig kann die Eintracht aufbauen. Selbst ohne geglückte Schlusspointe.

markus.katzenbach@fnp.de

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