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Kommentar zur Eintracht: Zu viel Schönfärberei

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Frankfurts Spieler Kevin-Prince Boateng (3.v.l) und Torhüter Lukas Hradecky (4.v.r) verlassen mit ihren Teamkollegen den Platz. Foto: Bernd Thissen (dpa) Frankfurts Spieler Kevin-Prince Boateng (3.v.l) und Torhüter Lukas Hradecky (4.v.r) verlassen mit ihren Teamkollegen den Platz.

Die Profis der Frankfurter Eintracht hatten gerade Europa verspielt. Aber die sportliche Leitung erweckte den Eindruck, als ob es etwas zu feiern gäbe. Sportvorstand Fredi Bobic bezeichnete Platz acht in der Fußball-Bundesliga als eine „Riesengeschichte“. Trainer Niko Kovac verstieg sich zu der Behauptung, man könne stolz sein. Die Realität ist allerdings eine andere. Eine „Riesengeschichte“ wäre es gewesen, wenn die Eintracht Platz sieben und die Qualifikationsrunde zur Europa League gesichert hätte. So aber bleibt – wie schon in der vergangenen Saison – der Eindruck einer in den Sand gesetzten Rückrunde.

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Christian Heimrich

Und so betreiben Bobic und Kovac wieder einmal schlichtweg zu viel Schönfärberei. Die Eintracht hat sich ja in den letzten Wochen nicht auf Platz acht hochgearbeitet. Sie hat eine sehr gute Ausgangsposition aus der Hand gegeben. Über die Gründe kann man spekulieren, einige liegen auf der Hand: Möglicherweise falsch gesteuertes Training, definitiv fragwürdige Aufstellungen, und ein Trainer, der in der entscheidenden Phase der Saison gegen seine eigenen Verhaltensgrundsätze verstoßen hat: Die Spieler sollten sich ausschließlich auf die Ziele des Clubs konzentrieren, Kovac handelte seinen Wechsel zu Bayern München aus. Und es ist nicht zwingend zu erwarten, dass das Pokalfinale gegen eben jene Bayern seine Bilanz noch rettet.

christian.heimrich@fnp.de

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