Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 8°C

Kommentar zur Verteidigungsunion: Unabhängig von Trump

Symbolbild Bilder > Foto: Daniel Naupold (dpa) Symbolbild

In weniger als einem Jahr im Amt hat US-Präsident Donald Trump das Sicherheitsverständnis der EU auf den Kopf gestellt. Nicht nur seine – später zurückgenommenen – Drohgebärden, die Vereinigten Staaten könnten aus der Nato austreten, sondern zuletzt vor allem seine gefährlichen verbalen Attacken auf Nordkorea schreckten die Mitgliedstaaten auf.

Die EU hat sich zu lange auf die Nato verlassen. Deshalb ist es gut und richtig, dass ein Großteil der Gemeinschaft nun den Grundstein für verstärkte militärische Zusammenarbeit gelegt hat, die irgendwann zu einer echten Verteidigungsunion führen könnte. Das muss noch lange nicht bedeuten, dass der europäische Staatenbund der Nato Konkurrenz machen will – wohl aber seine Unabhängigkeit begründet. Mit volatilen Bündnispartnern wie den USA ist dies wichtiger denn je zuvor. Aber auch mit Blick auf Russland, das die osteuropäischen Staaten mit Drohgebärden einzuschüchtern versucht, die sich zumindest unter Trump nicht mehr dem Rückhalt aus Washington versichert sehen.

Das größte Potenzial liegt jedoch in effizienteren Investitionen – durch gemeinsame Einkäufe von Panzern und Flugzeugen bis hin zu gebündelten Geldern, die in die Forschung fließen. Dass die teilnehmenden Mitgliedstaaten die von der Nato vorgegebene Zwei-Prozent-Marke der Jahreswirtschaftsleistung bei den Rüstungsausgaben erreichen wollen, muss deshalb nicht einem Wettrüsten gleichkommen. Stattdessen können die Ausgaben sinnvoller investiert werden – in gemeinsame Kapazitäten.

politik@fnp.de Bericht auf dieser Seite

Zur Startseite Mehr aus Meinung der Redaktion

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse