Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Kommentar: Löwen Frankfurt: Es geht um die Philosophie

Von
Haben mit den Löwen viel vor (v.l.): Club-Chef Stefan Krämer, Trainer Paul Gardner und der neue Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Haben mit den Löwen viel vor (v.l.): Club-Chef Stefan Krämer, Trainer Paul Gardner und der neue Sportdirektor Franz-David Fritzmeier.

Der Meistermacher ist weg. In den Herzen der Fans bleibt Rich Chernomaz aber haften: Als Mann, der die Löwen Frankfurt als Trainer 2004 zur Deutschen Meisterschaft und als Sportdirektor und Co-Trainer 2017 zur DEL2-Meisterschaft geführt hat.

Doch in den Köpfen einiger Eishockey-Anhänger bekam der Glanz zuletzt etwas Schatten ab. Es gibt nicht wenige, die trotz des aktuellen zweiten Platzes in der laufenden Saison nicht zufrieden sind – und die Schuld beim Sportdirektor suchen. Die häufigsten Vorwürfe auf den Rängen: „Cherno“ habe sich überlebt. Sein typisches Einkaufsmuster, eine rein nordamerikanisch geprägte Mannschaft zusammenzustellen, sorgte zwar für Action auf dem Eis, aber auch dafür, dass die Löwen stets die mit Abstand meisten Strafminuten aufwiesen. Die aktuell durchschnittlichen 20 Minuten in der „Kühlbox“, also ein ganzes Spiel-Drittel, haben die Mannschaft schon einige Punkte gekostet.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Auf der anderen Seite erwarb sich Chernomaz mit seinen Verbindungen nach Nordamerika große Verdienste. Er verstand es, immer wieder Spieler in Übersee zu finden, die irgendwann Mal einen deutschen Vorfahren hatten und daher das Ausländerkontingent nicht belasteten. Allein sein Name brachte manchen Spieler nach Frankfurt. Dass einige von ihnen die Löwen verlassen werden, weil „die Axt von Manitoba“ nicht mehr da ist, dürfte sicher sein.

Haben mit den Löwen viel vor (v.l.): Club-Chef Stefan Krämer, Trainer Paul Gardner und der neue Sportdirektor Franz-David Fritzmeier.
Eishockey Eine neue Ära bei den Löwen beginnt

Franz-David Fritzmeier ist der neue Sportdirektor der Löwen Frankfurt. Der 37-Jährige will den Eishockey-Zweitligisten auf ein neues Level führen.

clearing

Die Entscheidung der Gesellschafter Stefan Krämer und Andreas Stracke kam nicht unerwartet. Zum einen, weil „Cherno“ der Großverdiener des Clubs war. Zum Abschluss des Vertrages zu Recht, denn er stand Pate für den Aufschwung. Es geht aber auch um die Philosophie. Die Gesellschafter wollen mehr auf den Nachwuchs bauen. Und dieser Weg ist mit Chernomaz nicht gangbar.

Zur Startseite Mehr aus Meinung der Redaktion

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse