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Näher bei den Menschen

Von Der Aufstieg von Populisten wie Donald Trump lässt auch die hessischen Landespolitiker hellhörig werden.
FNP - Porträt Foto: Salome Roessler

Der Aufstieg von Populisten wie Donald Trump lässt auch die hessischen Landespolitiker hellhörig werden. Dass sich zunehmend mehr Menschen vom wirtschaftlichen Erfolg abgeschnitten fühlen, bereitet besonders der SPD große Sorgen. Galt sie doch über Jahrzehnte als Partei der „kleinen Leute“. Die Wahlergebnisse der vergangenen Landtagswahlen drängten aber den Eindruck auf, dass auch zwischen den hessischen Genossen und ihren einstigen Stammwählern eine tiefe Kluft entstanden ist. Diese zu überbrücken, ist die große Herausforderung, vor der die Partei steht. Wie der Kampf gegen Schlaglöcher und für Studenten- und Sozialwohnungen neue Nähe zu den Wählern schaffen kann, darüber soll nun eine Diskussion in der Partei angestoßen werden.

Eine Strategie, die erfolgsversprechender klingt als der allzu starke Fokus auf Ganztags- und Gesamtschulen aus den vorangegangenen Wahlkämpfen. Denn diese Forderungen teilen nicht einmal alle grundsätzlich sozialdemokratisch gesinnten Menschen. Da scheint eine Rückbesinnung auf ur-sozialdemokratische Werte wie die Verteilungsgerechtigkeit – etwa auf dem Wohnungsmarkt – erfolgsversprechender. Zumal die Wohnungsnot in jüngster Zeit drängender geworden ist.

Mit einem Schwerpunkt auf alle Facetten der Infrastruktur hangelt sich die SPD sehr nah an den Sorgen der Menschen entlang, der Begriff ist allerdings so gestelzt, dass noch viel Kreativität gefragt ist, das Thema, das zum Inbegriff sozialdemokratischer Grundwerte gehört, knackig und wählerwirksam zu verkaufen. Diese Strategie zu entwickeln, bietet noch viel Diskussionsstoff – weit über den morgigen Parteitag hinaus.

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