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Kommentar Sport: Neuer Schaden für den Fußball

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Die Organisation nennt sich Fußball-Weltverband. Aber um Fußball allein geht es bei der Fifa schon lange nicht mehr. Es geht um Macht. Es geht um Geld. Und überall dort, wo es um Macht und Geld geht, wird es schnell auch kriminell. Was sich während der letzten Jahre des Präsidenten Joseph S. Blatter bei der Fifa abgespielt hat, liefert guten Stoff für schlechte Mafia-Filme. Die Welt-Herrscher des Fußballs haben ein gewaltiges Image- und Glaubwürdigkeitsproblem. Nur zur Erinnerung: Die WM 2018 findet in Russland statt – ein Land, das von einem Despoten regiert wird und systematisches Doping im Sport etabliert hat. 2022 wird in Katar gespielt, wo zwar selten Bälle, aber dafür Menschenrechte mit Füßen getreten und die Arbeiter auf den Stadion-Baustellen wie Sklaven gehalten werden.

Wer ernsthaft geglaubt hat, dass mit Blatters Nachfolger Gianni Infantino eine neue Seriosität bei der Fifa einzieht, wird spätestens jetzt eines besseren belehrt. Nach nur einem Jahr Amtszeit hat Infantino sein Projekt „Mammut-WM 2026“ mit 48 Teilnehmerländern durchgedrückt. Um sich jetzt schon die Stimmen der kleinen Verbände für seine Wiederwahl zu sichern. Und um rund um ein solches Turnier Mehreinnahmen von über 600 Millionen Euro in die Fifa-Kasse zu spülen.

Da ist es egal, dass die Qualität bei einem so aufgeblähten Turnier erheblich leiden, der Fußball insgesamt Schaden nehmen wird. Und welches Land soll ein solches WM-Projekt mit 16 Vorrunden-Gruppen und dem entsprechenden Fan-Auftrieb überhaupt stemmen? Aber Schluss jetzt mit dem Kleinmut. Freuen wir uns doch einfach auf noch mehr Spiele wie Guatemala gegen Guinea.

Berichte Seiten 1 und 7

christian.heimrich@fnp.de

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