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Trump: Nicht mit Schaum vor dem Mund

Nachdem ihn sein Finanzminister Steven Mnuchin an die fehlende Unterschrift erinnert hatte, unterzeichnete Donald Trump die Proklamation zu den Einfuhrzöllen. Foto: Susan Walsh/AP Foto: dpa Nachdem ihn sein Finanzminister Steven Mnuchin an die fehlende Unterschrift erinnert hatte, unterzeichnete Donald Trump die Proklamation zu den Einfuhrzöllen. Foto: Susan Walsh/AP

Der Handelskrieg muss noch warten. Europa bricht eine solche Eskalation nicht leichtfertig vom Zaun. Auch wenn Kommissionsvize Jyrki Katainen am Freitag eher so wirkte, als fühle er sich vom „großen US-Präsidenten“ irgendwie persönlich abgestraft, so bleibt die Zurückhaltung der Union doch richtig. Es macht nämlich keinen Sinn, jetzt sofort mit scharfen politischen Instrumenten zu reagieren. Brüssel will den amerikanischen Verbündeten zurück ins Lager der Marktwirtschaftler holen und ihn nicht gleich verprellen.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Juha ROININEN / EUP-IMAGES (EUP-IMAGES.COM)

Die Frage bleibt allerdings, ob ein Politiker wie Trump mit einer Eskalation immer höherer Zölle zu überzeugen ist. Bisher hat dies immer nur dazu geführt, dass der Präsident sich im Gegenwind noch stärker darstellen konnte. Doch in Brüssel denken die wichtigsten Kräfte gerade anders: Wenn die USA wieder auf den Pfad der ökonomischen Tugend zurückgebracht werden sollen, braucht man Allianzen mit anderen G7-Staaten wie Japan. Eine derartige konzertierte Aktion wäre wohl am besten geeignet, um die amerikanische Abschottung mit gleicher Münze zu beantworten. Denn es stimmt: Die USA führen nicht Straf-, sondern Abschottungszölle ein. Sie wollen ihre Wirtschaft schonen, indem sie den Wettbewerb einschränken. Das hilft niemandem. Auch den US-Konzernen nicht.

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