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Kommentar Politik: Noch viel zu tun beim Kifög

<span></span> Foto: Salome Roessler

Für die hessischen Grünen war die Spannung besonders groß, wie die Bewertung des Kinderförderungsgesetzes (Kifög) wohl ausfallen würde. Sie gehörten während des vergangenen Landtagswahlkampfs zu den schärfsten Gegnern des Gesetzes, das die damals noch schwarz-gelbe Landesregierung präsentiert hatte. Nun haben die Grünen die FDP am Kabinettstisch abgelöst und dürften sehr erleichtert darüber sein, dass ihre eigenen Befürchtungen nicht eingetroffen sind. Sie sich also nach den Entschärfungen im Zuge der Koalitionsverhandlungen nicht mit dem jetzigen Regierungspartner CDU anlegen müssen, um ihre Glaubwürdigkeit zu wahren. So war dann gestern in der Stellungnahme der Grünen auch von „Erleichterung“ die Rede – aber auch von „Nachsteuern“. Denn obgleich die schlimmsten Befürchtungen nicht eingetreten sind und die Kita-Gruppen nicht größer geworden sind, bleiben doch noch viele Handlungsfelder.

Das Kifög hat den Kitas offensichtlich einen gigantischen bürokratischen Aufwand beschert, der wertvolle Zeit kostet. Zeit, die besser in die pädagogische Arbeit mit den Kindern investiert werden sollte. Und die Unzufriedenheit der Mehrheit der Eltern über schlechte Standards in den Kitas und unzureichende Öffnungszeiten ist mit dem Evaluationsbericht auch nicht vom Tisch gefegt.

Vor allem aber muss der Dialog mit den Kommunen verbessert werden. Denn es ist geradezu widersinnig, dass die Kommunen die zusätzlichen Landesmittel nutzen, um ihre eigenen Zuschüsse zu kappen. So können die hessischen Kitas nicht besser werden. Bericht Titelseite

christiane.warnecke@fnp.de

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