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Schritt für Schritt bergab

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<span></span> Foto: (FNP)

Was die Stunde in der Autostadt geschlagen hatte, konnte jeder Fernsehzuschauer erahnen, der am frühen Sonntagabend sah und hörte, wie Klaus Allofs ein Treuebekenntnis für seinen schwer angezählten Trainer verweigerte. Und dass der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg tags drauf Dieter Hecking dann endgültig den Laufpass gab, verwunderte so kaum noch. Überraschungen gibt es beim Krisenmanagement im Bundesliga-Geschäft schließlich selten – was wiederum heißt, dass es für Allofs selbst eng wird, sollte es ohne Hecking nicht bald besser werden.

Nicht einmal anderthalb Jahre nach den Jubelfeiern eines Pokalsiegers und Meisterschafts-Zweiten, der mit seiner Angriffslust ausnahmsweise sogar Fußballfreunde außerhalb der VW-Heimat erfreute, sind die Wölfe in eine gefährliche Grauzone herab gerutscht. Der Mai 2015 erlebte die Krönung in der Beziehung zwischen Allofs und Hecking, die gemeinsam endlich die enormen Geld-Zuflüsse am Mittellandkanal gewinnbringend auf dem Platz umgesetzt hatten.

Von diesem Höhepunkt ging es Schritt für Schritt bergab. Der Kader ist zwar immer noch großzügig besetzt, obwohl der dieselkriselnde VW-Konzern nicht mehr so viel Taschengeld für seine Fußball-Tochter übrig hat. In den letzten Wochen der vergangenen Saison aber wurde schon erstaunlich lustlos die Chance auf weitere Europa-Reisen verweigert, und im Sommer wollten dann praktisch alle Leistungsträger weg, ungeachtet der satten Entlohnung. Eigentlich kein Wunder, dass der Neustart gründlich daneben ging. Was sich nun nicht nur Hecking, sondern mindestens genauso auch Allofs ankreiden lassen muss.

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