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Kommentar: Schulvergleiche: Es mangelt an Aufrichtigkeit

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Landesabitur, bundesweite Vergleichsarbeiten oder die Notenspiegel unter den Klassenarbeiten – es gibt viele Möglichkeiten, die Leistungen einzelner Schulklassen und ganzer Schulen miteinander zu vergleichen. Eltern können sich an diesen Werten bei der Schulwahl aber nicht orientieren, denn die Zahlen werden nicht veröffentlicht.

Christiane Warnecke Bild-Zoom Foto: Salome Roessler
Christiane Warnecke

Das ist gut so. Andernfalls würde eine fatale Abwärtsspirale in Gang gesetzt: Bildungsorientierte Eltern würden einen noch größeren Bogen um Schulen mit schwieriger Sozialstruktur machen. So würden sich die soziale Durchmischung weiter verschlechtern und die Probleme verschärfen. Und das, obwohl gerade an Schulen in einem schwierigen Umfeld Lehrer oft hervorragende Arbeit leisten und auch begabte Schüler gut fördern. Dass Bildungsforscher eine Veröffentlichung der Vergleichsnoten fordern, ist trotzdem nicht abwegig, denn die Experten verlangen mehr Transparenz, um den wahren Förderbedarf vor allem an Brennpunktschulen messen zu können. Das ist wichtig; besser wäre es aber die Werte intern wirkungsvoller zu nutzen.

Die Hoffnung der Eltern sollte daher darauf ruhen, dass die Verantwortlichen in der Politik und den Schulämtern mehr Aufrichtigkeit an den Tag legen beim Benennen der Probleme und künftig intensiver und wirkungsvoller gegensteuern. Dieses Thema wird nicht unerheblich den Landtagswahlkampf in Hessen prägen, denn die Positionen der SPD ähneln auffallend den Einschätzungen zahlreicher Bildungsexperten etwa im Hinblick auf individuelle Förderung und Ganztagsbetreuung. Das setzt die schwarz-grüne Regierung unter Druck.

christiane.warnecke@fnp.de Bericht Seite 7

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