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Kommentar: Wirtschaft: Shopping in London

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Das britische Pfund kennt quasi nur noch eine Richtung. Es geht bergab gegenüber dem Euro und noch stärker gegenüber dem US-Dollar. Hier war das Pfund vor 30 Jahren zuletzt so tief gefallen. Anleger und Ökonomen befürchten eine radikale Abkehr der Briten von der EU, da die britische Premierministerin Theresa May mehrfach durchblicken ließ, nach dem Austritt der Briten keine Vorschriften in Sachen Zuwanderung und Rechtssprechung mehr zu akzeptieren. Eine solche harte Haltung würde den vollständigen Bruch mit Europa bedeuten.

Die Isolation könnte der britischen Wirtschaft schwer schaden. Das niedrige Pfund schadet ihr jetzt schon, denn Investitionen in europäische oder US-amerikanische Waren und Güter sind deutlich teurer geworden. Damit leiden auch deutsche Exporteure unter dem gefallenen Pfundkurs.

Profitieren könnten dagegen Aktienanleger. Das niedrige Pfund sorgt für günstige Aktienkurse auf der Insel. Wenn es gut läuft, kann es über steigende Devisenkurse und steigende Aktienkurse doppelt gut laufen.

Englandfreunde, die dieses Risiko scheuen, haben die Möglichkeit, sich im Online-Versandhandel mit britischen Waren vom Tee bis zum Buch einzudecken. Auch das bei vielen Deutschen beliebte Weihnachtsshopping in London ist erschwinglicher geworden, wenn auch nicht billig. London ist immer noch eine teure Stadt.

Der Korridor für diese Aktivitäten ist allerdings kurz. Spätestens im März 2019 wird die Scheidung vollzogen sein. Der Pfundkurs hängt maßgeblich davon ab, wie schmutzig sie wird. Danach drohen Zölle und Reisehemmnisse auch eingefleischten Fans ihre Liebe zur Insel zu vergällen.

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