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Kommentar: Thema: Die Baustellen des neuen Opel-Chefs

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Opel-Logo. Foto: Caroline Seidel/Archiv Opel-Logo. Foto: Caroline Seidel/Archiv

Karl-Thomas Neumann ist als Opel-Chef zurückgetreten. Mit Michael Lohscheller hat der Aufsichtsrat den „Herrn der Zahlen“ zum Nachfolger bestellt. Neumann hat während seiner vierjährigen Schaffenszeit bei der kriselnden Traditionsmarke an zahlreichen Stellschrauben gedreht. Einiges hat er auf einen guten Weg gebracht. Anderes liegt noch im Argen.

Sein größter Erfolg ist zweifellos die Verbesserung des Markenimages. Mit der Berufung von Tina Müller zur Marketing-Chefin hat er eine glückliche Hand bewiesen. Deren Kampagne „Umparken im Kopf“ hat die Marke wieder für jüngere Käufer interessant gemacht. Die Opel-Technik ist absolut wettbewerbsfähig, braucht sich mit neu entwickelten Motoren, Assistenzsystemen und Vernetzungslösungen vor keinem Konkurrenten zu verstecken.

Dennoch bleiben etliche Baustellen. An erster Stelle die roten Zahlen, die Opel noch immer schreibt. Trotz intensiver Bemühungen hat es 2016 wieder nicht gereicht, um die schwarze Null zu erreichen. Die Aufgabe des Russland-Geschäftes und der Absturz des britischen Pfundes nach dem Brexit-Votum mussten als Erklärung herhalten.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Doch das ist zu kurz gegriffen. Zur Wahrheit gehört auch, dass zu hohe Rabatte die Profitmarge geschmälert haben. Opel hat durch Eigenzulassungen die Statistik aufgehübscht und bundesweit einen unrühmlichen Spitzenplatz eingenommen. Das hat den Profit geschmälert. Das Fehlen größerer SUV-Modelle, die erst nach und nach auf den Markt kommen, und die vielbeschworene „Premium-Lücke“ haben ebenfalls die Gewinne gedrückt. Da gilt es für den neuen Kapitän anzusetzen, um Opel im neuen französischen Konzernverbund PSA erfolgreich zu machen.

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