Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 7°C

Kommentar: USA: Krisenpotential auf dem Finanzmarkt

Symbolbild: Sven Hoppe Symbolbild: Sven Hoppe

Am kommenden Freitag ist „Black Friday“. Der Freitag zwischen dem Erntedankfest (Thanksgiving) in den USA und dem ersten Advent ist traditionell hoher Feiertag der amerikanischen Einzelhändler, die mit großen Rabatt-Aktionen wahre Schlachten an den Grabbeltischen provozieren. Die mit Abstand meisten Einkäufe dürften an diesem Wochenende mit der Kreditkarte beglichen werden.

Das hat Folgen. In den USA sind sogenannte „revolving“ Karten üblich. Das heißt: Kreditkartenschulden werden nicht am Monatsende abgebucht und beglichen.
Der Ausgleich kann aufgeschoben werden. Alte Kreditkartenschulden werden dabei mit Wucherzinsen belegt, die schnell mal bei 20 Prozent liegen.

Doch nicht nur im Plastikgeld schlummert Krisenpotential. Die private Verschuldung hat in den USA in diesem Jahr neue Rekordstände erreicht. Neben Immobilien sind vor allem Autos und das Studium kreditfinanziert. Studieren ist teuer in den USA. Viele Berufsanfänger starten ihre Karriere mit 200 000 Dollar und mehr in den Miesen. Nachdem die Trump-Regierung staatliche Hilfen für diese Kredite gestrichen hat, geraten vor allem Studienabgänger in Not, die nicht zu Spitzengehältern ins Berufsleben einsteigen.

<span></span> Bild-Zoom

Eine weitere Gefahr droht durch die Geldpolitik der US-Notenbank. Die erhöht die Leitzinsen zwar nur in homöopathischen Dosen, doch mit den Leitzinsen steigen auch die Kreditzinsen, die in den meisten Fällen nicht festgeschrieben sind. Auf diese Weise werden Kredite, die vor fünf Jahren noch attraktiv erschienen, für manche Geldbeutel nicht mehr tragbar.

Ein Platzen dieser Kreditblase kann die deutsche Wirtschaft auf vielen Ebenen treffen. Teurere Autokredite können auf die Neuwagenverkäufe schlagen. Und all die anderen Verbindlichkeiten sind zum Teil längst wieder verkauft, in Anleihen verpackt und dann in Form von Zinspapieren weiterverkauft. Wo da was schlummert, kann sich erneut (wie vor zehn Jahren) auf drastische Weise zeigen.

Zur Startseite Mehr aus Meinung der Redaktion

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse