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Kommentar Politik: Ungesunde Perspektiven

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Die Menschen werden sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass der Ruf nach autofreien Innenstädten nicht länger mehr nur eine unsinnige grüne Vision bleiben kann. Zumindest nicht, solange unsere Autos, Lkw und Busse Stick- und Schwefeldioxide in die Luft blasen, denen ein Großteil der Bevölkerung in den Ballungsräumen hilflos ausgesetzt ist. 467 000 Opfer in der EU, die durch Feinpartikel krank wurden und schließlich starben, darf man nicht als bloße Statistik zur Seite schieben.

Was die EU-Experten gestern vorgebracht haben, passt zu dem Ziel der deutschen Länderregierungen, bis 2050 überhaupt keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr in die Citys zu lassen. Aber selbst dieses ehrgeizige Ziel klingt noch viel zu weit weg, um all jenen, die heute leben, helfen zu können. Dass die Fachleute fast schon im gleichen Atemzug die Qualität der Gesundheitsfür- und -vorsorge kritisieren, weil sie in weiten Bereichen der Europäischen Union nicht den Notwendigkeiten entsprechen, verdüstert das Bild zusätzlich. Die Botschaft lautet: Wir machen uns selber krank, haben dann aber nicht die Instrumente, um Behandlungen durchzuführen. Das ist ein bitteres Zeugnis für die europäischen Staaten, aber mehr noch für jene, die zu den Opfern beider Entwicklungen werden. Bericht auf dieser Seite

politik@fnp.de

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