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Kommentar Wirtschaft: Verhalten optimistisch

Die „Null“ steht, und das ist für Anleger keine gute Nachricht. In den Prognosen für 2017 herrscht nur leichter Optimismus. Daran, dass es bei der Nullzinspolitik der EZB bleiben wird, besteht kein Zweifel.
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Die „Null“ steht, und das ist für Anleger keine gute Nachricht. In den Prognosen für 2017 herrscht nur leichter Optimismus. Daran, dass es bei der Nullzinspolitik der EZB bleiben wird, besteht kein Zweifel. Im Euroraum dürften die Anleihezinsen also höchstens moderat steigen. Da die US-Notenbank die Zinsen weiter anheben wird, werden die Zinsen weiter auseinanderdriften, was den Dollar stärken und den Euro tendenziell schwächen sollte. Der Euro könnte – so die Vorhersagen – recht bald die Parität zum Dollar erreichen. Ein Euro würde dann einen Dollar kosten. Und vermutlich weiter fallen.

Auch am Aktienmarkt dürften die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Im Schnitt sehen die Prognosen stagnierende Börsen voraus. Bei den großen Banken und Fondsgesellschaften reichen die Vorhersagen von einem vermuteten Rückgang auf 11 000 Dax-Punkte bis zu einem Anstieg auf 12 000 Punkte. Im Durchschnitt bedeutet dies Stagnation.

Mit ihren vor einem Jahr gestellten Prognosen haben die Auguren gar nicht mal schlecht gelegen. Die immer wieder gestellten Extremszenarien mal ausgeklammert, lagen die Vorhersagen im Durchschnitt bei 11 860 Punkten und damit nur leicht über dem tatsächlichen Jahresendstand.

Viele der bekannten Belastungsfaktoren nehmen die Anleger ins neue Jahr mit. Wenn in ein paar Tagen Donald Trump als neuer US-Präsident ins Weiße Haus einzieht, sind längst nicht alle Fragen beantwortet, die sich mit seinen Aussagen im Wahlkampf verbinden. Der Brexit wird die Börse ebenso weiter beschäftigen.

Und da sind noch die vielen Unbekannten. Vergangenes Jahr hatte an Überraschungen kein Mangel geherrscht. Das dürfte auch 2017 der Fall sein. Zu den bekannten Unbekannten gehören der Anstieg von Nationalismus und Protektionismus. Hier haben in vielen europäischen Ländern nicht nur Anleger die Wahl.

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