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Verlierer Handball

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Stellen Sie sich vor, Sie sind Fan der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, haben den WM-Titel in Brasilien bejubelt und freuen sich auf die kommenden Spiele und das nächste große Turnier. Doch dann hören und lesen Sie, dass deren Übertragung nicht gesichert ist. ARD und ZDF bringen nichts, der Bezahlsender Sky auch nicht. Sie bekommen die vage Aussicht auf ein Streaming im Internet. Sie wären ziemlich sauer und würden sagen: „Gibt’s doch gar nicht.“

Genau so ergeht es in diesen Tagen den Fans der „Bad Boys“. Die deutschen Handballer sind Europameister, Olympia-Dritter, landeten bei der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ auf Platz zwei. Sie haben sich bei der EM mit ihrem Kampf- und Teamgeist in die Herzen der Menschen gespielt und bei ARD und ZDF für starke Quoten gesorgt. Am 11. Januar beginnt in Frankreich die Weltmeisterschaft. Nach heutigem Stand werden keine TV-Bilder von diesem Turnier in deutschen Wohnstuben zu sehen sein.

Die Hauptschuld trägt der Handball-Weltverband IHF unter der Führung des undurchsichtigen Ägypters Hassan Moustafa. Die IHF hat 2014 einen lukrativen Fernsehrechte-Vertrag mit dem Al-Dschazira-Ableger „beIN Sports“ geschlossen. Der habe inakzeptable Forderungen gestellt, heißt es in Deutschland. So erlaubt der Vermarkter keine Übertragung auf unverschlüsselten Satellitensendern.

Der Handball lebt hierzulande in einer Nische neben dem übermächtigen Fußball. Er muss die breite Öffentlichkeit erreichen, um Nachwuchs zu begeistern. Weltverbandsfunktionäre mit Dollarzeichen in den Augen scheint das nicht zu interessieren.

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