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Kommentar: Vertretbarer Denkzettel für Sané

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Ein Mitarbeiter zieht eine Folie mit dem Porträt von Leroy Sane von der Außenwand des Fußballmuseums in Dortmund ab. Foto: Ina Fassbender Foto: dpa Ein Mitarbeiter zieht eine Folie mit dem Porträt von Leroy Sane von der Außenwand des Fußballmuseums in Dortmund ab. Foto: Ina Fassbender

Natürlich war Sandro Wagner selbst am meisten überrascht – und verärgert – als er damals von seiner Nichtnominierung für den WM-Kader erfuhr. Er war nicht der einzige. Dem Bayern-Stürmer war durchaus zugetraut worden, beim Turnier in Russland eine Rolle – und wenn nur als Ersatzmann – spielen zu können. Löw wollte ihn dennoch nicht. Vielleicht auch, weil er um das Binnenklima im Team fürchtete, das ihm so wichtig ist.

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Jetzt hat es Leroy Sané erwischt. Und wieder wird es einige geben, die den Denkzettel des Bundestrainers nicht nachvollziehen können. Ein Flügelflitzer und Jungstar mit neun Toren in der Premier League auf dem Konto und noch mehr Vorlagen, bei Manchester City unter Vertrag und von Pep Guardiola trainiert: So einer schmückt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft – sollte man meinen.

Sané hatte einige Chancen. Er hat sie nicht genutzt. Auch nicht die gegen Österreich. Er konnte im Nationaltrikot noch nicht überzeugen. Vielleicht bringt ihn Löw irgendwann in die Spur. Eine WM ist dafür nicht das richtige Umfeld.

Eine kleine Überraschung ist, dass bei den Torhütern Kevin Trapp am Ende den Vorzug vor dem vermeintlich etablierteren Bernd Leno erhalten hat. Über Erfolg oder Misserfolg bei der WM wird die Personalie wahrscheinlich nicht entscheiden.

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