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Weirich am Montag: Von Dichtern und Trinkern

Am 3. August ist Tag des Bieres Foto: Uwe Anspach (dpa) Am 3. August ist Tag des Bieres

Damit nicht ein Tag wie jeder andere ist, machen sich findige Zeitgenossen über gesetzlich festgelegte Feiertage und nationale Gedenktage hinaus Gedanken, wie man mit bestimmten Daten Bewusstsein für erwünschte Themen schaffen kann. Kaum einer der 365 Tage des Jahres bleibt davon verschont, oft geht es um eher kuriose Inhalte, nicht selten gibt es handfeste kommerzielle Interessen. Den Weltnudel- und auch Kuscheltag, die Rund-um-die-Uhr-Verehrung für die Jogginghose und den Welttag für die Feuchtgebiete haben wir schon hinter uns, der heutige Montag ist aber Dichtern und Trinkern gleichermaßen gewidmet. So begehen wir den Welttag des Buches und den deutschen Tag des Bieres zugleich.

von Prof. Bild-Zoom Foto: Eric Richard (priv.)
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Die Hommage an das Buch und die Kulturtechnik des Lesens geht auf den katalanischen Volksheiligen Sankt Georg zurück. An seinem Namenstag, dem gleichzeitigen Geburtstag von Shakespeare und Cervantes, verschenkte man Bücher und Rosen. Der Feiertag der Bibliophilen wird aber auch hierzulande zu werbewirksamen Aktionen für das gedruckte Wort genutzt. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels und die Stiftung Lesen verschenken Büchergutscheine an Schüler, die „Aktion Lesefreude“ versucht Interesse an Literatur zu wecken.

An das flüssige Lebenselixier Bier wird seit 1994 erinnert. Die deutschen Bierbrauer rühmen dabei den Erlass des bayerischen Reinheitsgebotes. Da aber einem zünftigen Trinker eine Maß nicht reicht, gibt es am 3. August noch einen internationalen Tag des Bieres. Kaum ein Trunk bereitet der Menschheit schon so lange Genuss wie das Bier, das durch Gärung aus stärkehaltigen Stoffen gewonnen und nicht destilliert wird, mit dem Zusatz von Würzstoffen. Wie heißt es doch im Volksmund: „Hopfen und Malz, Gott erhalt’s“. Das älteste überlieferte Bierrezept ist übrigens 5000 Jahre alt und stammt aus China. Die Ägypter ließen halbfertig gebackenes Brot mit Wasser vergären und labten sich an einer Spielart des Bieres. Noch heute gibt es in Nordafrika das Sprichwort: „Der Mund eines glücklichen Mannes ist mit Bier gefüllt.“

Bier ist das in Deutschland und vielen anderen Ländern meist konsumierte alkoholische Getränk, bietet eine ungeheure Vielfalt mit mehr als zwei Dutzend ober- und untergärigen Sorten – vom Weizenbier bis zum Hellen und Pils –, ist ein milliardenschwerer Wirtschaftsfaktor und wird in Bayern mehr konsumiert als in Weingegenden wie der Pfalz. Ob das Getränk die Gesundheit fördert oder ob das Gegenteil der Fall ist, darüber streiten sich die Gelehrten. Letztlich gilt auch hier die Regel: Mäßiger Genuss tut gut, Übermaß ist schlecht. Bierbäuche bekommt man übrigens nicht speziell vom Bier, sondern von zu vielen Kalorien. Genießen wir an diesem Tag also ein kühles Bier bei der Lektüre eines Krimis, natürlich aus dem Societäts-Verlag.

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