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Regensburger Domspatzen: Abschlussbericht zu Misshandlungen bei Domspatzen

Mehrere Hundert Chorknaben der Regensburger Domspatzen sind zwischen 1945 und den 1990er Jahren misshandelt worden. Der mit der Aufklärung des Skandals betraute Anwalt legt nun seinen Abschlussbericht vor.
Der Abschlussbericht zum Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen nennt 547 Opfer. Foto: Armin Weigel Der Abschlussbericht zum Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen nennt 547 Opfer. Foto: Armin Weigel
Regensburg. 

Nach zweijähriger Aufklärungsarbeit soll heute der Abschlussbericht zum Misshandlungsskandal bei den Regensburger Domspatzen vorgestellt werden. Anwalt Ulrich Weber will das Ergebnis erläutern. Anschließend nehmen Vertreter des Bistums Regensburg und des weltberühmten Knabenchors Stellung.

Die Betroffenen sollen bis Ende des Jahres mit jeweils bis zu 20.000 Euro entschädigt werden. Bekanntgeworden waren die ersten Fälle 2010.

Inzwischen haben sich nach Bistumsangaben mehrere Hundert ehemalige Sänger des Chors gemeldet, weil sie zwischen 1945 und Anfang der 1990er Jahre körperlich und teils auch sexuell misshandelt worden waren. Viele von ihnen hoffen, mit dem Abschlussbericht einen Strich unter das Kapitel ziehen zu können.

Bischof Rudolf Voderholzer hat seit Beginn seiner Amtszeit in Regensburg Anfang 2013 die Aufklärung des Skandals maßgeblich vorangetrieben. „Ich kann es nicht ungeschehen machen und die Opfer nur um Vergebung bitten”, sagte er im vergangenen Herbst.

Voderholzers Vorgänger als Bischof von Regensburg, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, war wiederholt vorgeworfen worden, die Aufklärungsarbeit behindert zu haben. Nach Bekanntwerden des Skandals hatte er gesagt, der Missbrauch durch Priester sei von Medien aufgebauscht worden. Müller wehrte sich gegen den Verdacht, der Aufklärung entgegengestanden zu haben.

(dpa)
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