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Anklage gegen mutmaßliche Betreiber von Kinderpornoplattform

Insgesamt haben die Ermittler inzwischen mehr als 111.000 Mitgliederkonten bei „Elysium” gefunden. Foto: Arne Dedert Insgesamt haben die Ermittler inzwischen mehr als 111.000 Mitgliederkonten bei „Elysium” gefunden.
Frankfurt/Limburg. 

Zehn Monate nach dem Zerschlagen der internationalen kinderpornografischen Plattform „Elysium” hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen die mutmaßlichen Hauptverantwortlichen erhoben.

Den vier Männern im Alter von 40 bis 62 Jahren wird die bandenmäßige Verbreitung einschlägiger Schriften im Darknet - dem verborgenen Teil des Internets - vorgeworfen.

Darunter waren Bild- und Videodaten mit Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs, auch von Kleinkindern. Diese waren von Nutzern der Plattform teils selbst für entsprechende Aufnahmen missbraucht worden.

Den Angeschuldigten, die weiterhin in Untersuchungshaft sitzen, soll jetzt vor dem Landgericht Limburg der Prozess gemacht werden. Dieser könnte im Spätsommer/Frühherbst beginnen, sagte am Dienstag der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Georg Ungefuk.

Insgesamt haben die Ermittler inzwischen mehr als 111.000 Mitgliederkonten bei „Elysium” gefunden. Da es aber Mehrfachkonten gegeben habe, schätzt Ungefuk die Nutzer auf eine hohe „fünfstellige Zahl”. Im vergangenen Juli hatte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, die bei der Internetkriminalität bundesweit führend ermittelt, von 87.000 Nutzern gesprochen. Damals wurden insgesamt 14 Verdächtige festgenommen - auch in Österreich. Inzwischen sind im Fall von „Elysium” bereits einige Verfahren vor Gericht beendet worden.

(dpa)
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